Alle Infos zum Event auf dem BusBimBlog: http://busbimslam.wordpress.com/

AnnoLiteraturSOnntag | AnnoDialektDOnnerstag
…Sie haben uns ein System inkorporiert, aufgezwungen; durch die nebenschächlichen Freuden versüßt und uns damit dazu bewogen, es uns im Laufe der Jahre selbst anzueignen. Konsequenzen sind Angelegenheit der Zukunft. Wir leben im Jetzt und (w)(s)ollen darin verdammt noch ‚mal gut leben! Wie der Faust aufs Auge. Es ist kein Wunder, dass wir uns jetzt unserer Wurzeln erinnern. Der Stamm beginnt zu bröckeln, die Äste werden dünner. Es geht die Angst um, dass unsere Blüten nur eine Illusion unserer Eltern waren…”
Das war der Teil, an den sie sich erinnert hat. Und der hat sich in unser beider Gedächtnis eingeschrieben; sitzt, gärt und umschlingt mit seinen Wurzeln jeden Gedanken. Die schlimmsten Momente sind die, in denen du ihn dann wieder erkennst. Seine ständige Präsenz, seine unabwendbare Einflussnahme – die Frage nach dem Warum hab ich ab dem Moment, als ich sie verloren habe, nicht mehr gestellt.
*19.07.1988, in Wien, Lainz.
die kongeniale 2. Wiener Lesebühne, diesmal in ungewohnter Formation:
Christopher Hütmannsberger, Yasmin Hafedh, Florian Purkarthofer, Andi Pianka und Stargast Thomas Havlik; Bilder von Eva Vasari
Lasst Euch überraschen und seid wieder mit dabei!
am Sonntag, 27.Mai 2012 um 20:30 im Café Anno
Alle Infos zur Lesebühne gibt es hier >> http://nochdichter.wordpress.com/
Geschichten, Gedichte, Drama-Texte – Die Autorin schneidet ihr Schaffen auf, wie eine Erdbeerroulade, das eine oder andere Stückerl Fruchtfleisch quillt schon heraus, die Creme ist angerührt, aufgeschmiert und zum Verzehr bereit.
am Sonntag, 20.5. um 20:30 im Café Anno!
Theodora Bauer, * 1990, Studium der Philosophie, Publizistik und Kommunikationswissenschaft. Mehrfache Auszeichnung beim Jugendkulturpreis des Landesjugendreferates Burgenland, Preisträgerin beim BEWAG-Literaturpreis 2010, Teilnahme an der Schreibklasse des Schauspielhauses Wien 2011. Publikationen in Literaturzeitschriften und Anthologien, Texte auf ORF Burgenland und Ö1. Mitwirkung an Lesungen, Poetry Slams und Performances; u.a. in der ÖGL, bei „rund um die burg“ 2010 und im Literaturhaus Mattersburg.
MULTIMEDIALE LESUNG MIT DIASHOW
So., 13. Mai 2012 um 20:00 (!!) im Café Anno

“Eine Überdosis Freiheit” ist die Geschichte einer Frau, die aus persönlichen Gründen mit ihren drei Kindern in die USA auswandern muss. Obwohl Irene versucht, alles richtig zu machen, finden sie sich, wie so viele andere Familien mit Migrationshintergrund, bald in einem Albtraum gefangen
Die Autorin zeigt ganz persönliche Dias von den Schauplätzen des Romans (südliches Kalifornien/Mexiko)
Daria Hagemeister ist am 12. Juli 1956 in Wien geboren. Sie studierte am Konservatorium der Stadt Wien Gesang, absolvierte den Fremdenverkehrslehrgang der Wiener Wirtschaftsuniversität („akademisch geprüfter Fremdenverkehrskaufmann“) und das Studium der Afrikanistik/Ethnologie an der Universität Wien (Promotion 1987). Bereits in ihrer Dissertation befasste sie sich mit literarischen Frauengestalten („Die Frau als Anti-Heroin in der Suaheli-Prosa-Literatur“). Dieser Vorliebe für Anti-Heldinnen blieb Daria Hagemeister auch in ihren beiden Romanen treu.
Verben
Den hundertzweiunddreißigsten Abt konnte keiner verstehen. Aus der Überzeugung heraus, daß es weder Dinge noch Eigenschaften gebe, sondern nur Vorgänge, verbannte er alle Substantiva und Adjektiva aus seiner Sprache. „Darum, weil drehen leuchten bewegen strahlen tanzen, zeigen bedeuten drehen anderswo lachen übend“ war noch eine seiner zugänglichsten Aussagen. Er wurde sehr alt und war über fünfzig Jahre lang Abt, hochverehrt von seinen Schülern. Trotz der Verehrung, die ausnahmslos alle für ihn empfanden, verfielen unter seiner Regentschaft die Sitten im Kloster zusehends und die Lehre erlitt viele Entstellungen und Verdrehungen. Drei seiner Schüler erlangten die Erleuchtung, doch der Rest verstand einfach nicht, was der Abt wollte oder meinte, und man tat, was einem paßte oder gerade einfiel. Einige sind freilich der Ansicht, gerade dies sei die Blütezeit des Klosters gewesen.
Konsequenz
Der hundertdreiunddreißigste Abt schwieg, da nach seiner Ansicht überhaupt nichts existierte.
Weiters: „Der Sünder und der Heilige“, „Der Antichrist“, „Wie man ein Leuchtturm ist“ usw.
Martin Auer („The Voice“) rezitiert, deklamiert, räsoniert, schwadroniert, agitiert … und trägt dabei seinen schwarzen Hut!
Anschließend wie immer GESELLIGES BEISAMMENSEIN.
am Mittwoch, 9.5. um 19:00 im Café Anno
das blatt papier ein weisses segel
mit meinen wellenhänden liebe ich
stosse ich das wort
es wehrt sich und fügt sich
treibt einfach dahin
tanzt wild und
geht unter
wort,
du,
du wirst mir nicht gerecht
wort,
du,
ich werd dir nicht gerecht
lass uns aneinander scheitern
mehr von Irmi Wyskovsky gibt es am So, 6. Mai um 20:30 im Café Anno zu hören!