Lesung am Donnerstag 28. Februar
Ö, von Z bis A
Tizian Rupp
Googelt man „Österreich Di“, so wird einem die digitale Vignette vor dem Dialekt vorgeschlagen. Tizian hat keine Pickerl, deswegen geht er halt auf den Grund seiner schriftlichen mündlichen Art. Von Z bis A, so rückwärtsgewandt wie nur geht. Friedhofsordnung von Ybbs an der Donau: ja, haben wir. Kärntnerische Gebirge ohne Straßennamen: maybe. Gschichtldrucker T. klammert sich daran fest, dass im Burgenland „bochn“ und „bockn“ die Grenze zwischen zwei Dörfern beschreiben.
Kurzbio: Tizian Natale Rupp studierte vieles (erfolglos), jetzt Philosophie und Sprachkunst (brotlos), veröffentlicht sich manchmal, aber zum Dialekt bin ich eigentlich durch meinen Großvater gekommen (Burgenland), dann doch irgendwie was Wienerisches aufgeschnappt, WILL IT BLEND, find it out. Dialekt geht sich laut Tizian dort aus, wo er sich nicht auf sich selbst draufsetzt. H.C. Artmann beschrieb Tizian unwissentlich einma sol: „heit bin e ned munta wuan
und i schlof
und i schlof
und i schlof“
Am Donnerstag, 20:00 Uhr im Cafe Anno!
Mit freundlicher Unterstützung von Basis Kultur Wien und dem Bezirk Josefstadt

Lesung am Sonntag 3. März
Streunende Mischung
Dieter Berdel & Ingomar Kmentt
Bei den beiden Altspatzen Dieter Berdel (Jg. 1939) und Ingomar Kmentt (Jg. 1945) hat sich im Laufe von Jahrzehnten eine Mischung herumstreunender Texte und Musikstücke angesammelt. Diese sollen nun zu Gehör gebracht werden. Wer beim Lauschen in die Fußangeln der Sprache und in die Sinnfallen des Nonsens tappt oder sich im doppelten Boden der Parodie verfängt, darf lachen. Auch und vor allem über sich selbst.
Am Sonntag, 20:00 Uhr im Cafe Anno!
Mit freundlicher Unterstützung des Bezirks Josefstadt
