Lesung am Donnerstag, 21. Oktober
um 20 Uhr im Café Anno
Bernhard Scheiblauer
Hirn-Scan Diktat
Bernhard Scheiblauer hat seinen Kopf in einen Kopierer gesteckt, um seine Gedanken von einem Scanner abtasten zu lassen. Durch moderne Texterkennungstechnologie konnte er so mühelos Material für die Lesung im Anno sammeln, ohne dabei seine Finger krümmen zu müssen. Außerdem: Ein Überraschungsgast wird überraschenderweise mit überraschenden Überraschungen überraschen.
Bernhard Scheiblauer (*1990, Mostviertel) lebt in Wien und ist dort als Musiker und Kulturschaffender tätig. Er ist Songwriter der Dialekt-Chanson-Folk-Formation SarahBernhardt (Debutalbum „langsam wiads wos“, 2020) und Musiker bei den Musikprojekten Sigrid Horn, Dritte Hand, Downers & Milk und Nikolaj Efendi. Dort bringt er verschiedenste Instrumente zum Einsatz, wie Ukulele, Banjolele, Keyboard, oder Concertina. Seit 2019 ist er für die Musikagentur Medienmanufaktur Wien tätig. Bled reden ist sein Hobby.
Bezüglich Covid19 gelten für das Café Anno die vorgeschriebenen Gastro-Regeln.
Mit freundlicher Unterstützung von Basis Kultur Wien und dem Bezirk Josefstadt


Lesung am Sonntag, 24. Oktober
um 20 Uhr im Café Anno
Evelyn Bubich
Herbst im Frühjahr
Evelyn Bubich, geboren 1988 in Klagenfurt, ist als Lektorin, Texterin, Rezensentin und Veranstalterin von literarischen Lesungen tätig. Will man mehr über sie erfahren, so klicke man hier: https://www.textzeit.at
Vor Kurzem erschienen in der Literaturzeitschrift Podium ihre ersten literarischen Publikationen, darunter eine Geschichte über ein in seiner äußeren Gestalt allzu merkwürdiges Wesen, das sich auf den berühmten ersten Blick stark von den Menschen unterscheidet, das in seinem Inneren aber ganz und gar bei ihnen ist. Eine Frage drängt sich auf: Wie kann es sich anfühlen, nicht ganz zu entsprechen? In dem Ent- oder Ver-rückten, dem wenig Aus-der-Welt-Gefallenen ist auch das zu finden, das sie in/an der Literatur fasziniert und im eigenen Schreiben versucht, literarisch zu beleben.
Im Rahmen des »Anno Literatur Sonntag« darf sie deshalb aus ihrer Lyrik und Prosa lesen. Ihre Texte machen sich auf die Suche nach der Heimat, der inneren, der äußeren; sie handeln von Entfremdung und den unterschiedlichen Lautstärken der Stille, aber auch davon, wie fließend die Grenze zwischen dem Realen und dem Surrealen sein kann. Bizarr und dabei zart: Im Zentrum ihres Prosa-Textes »Herbst im Frühjahr«, der sich nun langsam zu einem Roman entwickelt, stehen eine kleine skurrile Figur aus Plastik, die ein Ich entfaltet, und ein Mensch, der von seinem Ich ent-rückt durchs Leben »dämmert«. Er erzählt auch davon, wie die beiden zueinander gefunden haben, sich einander – und dem Leben – annähern. Wie war das bloß damals mit der Spielpuppe, dem Lieblingsstofftier – waren sie nicht auch mit der Kraft beseelt, die Gespenster unter dem Bett zu vertreiben? Die Ambivalenz des Daseins kann sich eben auch darin bemerkbar machen, dass wir dem Frühjahr manchmal etwas Herbstliches zuschreiben können – und umgekehrt. Sie freut sich, wenn man lauschen möchte.
Bezüglich Covid19 gelten für das Café Anno die vorgeschriebenen Gastro-Regeln.
Mit freundlicher Unterstützung des Bezirks Josefstadt
