Lesungen am 16. und 19. Juni

Lesung am Donnerstag, 16. Juni
um 20 Uhr 30 im Café Anno
Nicole Urban aka NikiTA
„Palavern…“

…vielleicht a bissl sudern! Di Sun geht auf, die Sun geht unter und wir wern immer wieder munta…oiso vorbeikuman und Ohrwaschln spitzn!

Nicole Urban aka NikiTA, *1980, ist Autorin, Redakteurin, AHS-Lehrerin (Textiles Gestalten und Werken/Französisch), 2005 öffentlicher Vortrag /Slam Radio Kulturhauscafe.
Zahlreiche Lesungen bei farce vivendi, open mic Veranstaltungen führten 2007 zur Redaktionsarbeit für die Literaturzeitschrift „… &Radieschen“. Ab 2008 Organisation von Lesungsveranstaltungen im Bereich Jugend Kultur und Kommunikation sowie Textveröffentlichung in der Anthologie „Ungehaltene Rede“. 2011 Textveröffentlichung in der Anthologie „Existenz&Renitenz“. Derzeit wieder AHS-Lehrerin sowie Freilerner- bzw Worldschooler-Mama für ihren seit Sept. 2019 offiziell zum sog. “Häuslichen Unterricht“ an- und vom Schulunterricht abgemeldeten inzwischen 11-jährigen Sohn.

Mit freundlicher Unterstützung von Basis Kultur Wien, dem Bezirk Josefstadt und dem Bundesministerium Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport

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Lesung am Sonntag, 19. Juni
um 20 Uhr 30 im Café Anno
Esma Ahmedi 
„Ohne Titel“

I wrote this last night …. Didn’t know what it really meant 🤷🏼‍♀️ … just scratch writing ✍️ then I read it … and it sounded kind of GOOD !!! Psss so happy to share 😊 !!! 

 – britney spears am 5. mai 2022

Esma Ahmedi studiert Physik an der Universität Wien, ab Oktober 2022 fängt sie das Studium der Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst Wien an. Ihre Texte werden in Literaturzeitschriften wie JENNY, Texte GYM, mischen, &radieschen und DUM veröffentlicht. Im Dezember 2020 erschien von ihr die Textsammlung esma ahmedi beim ACHSE Verlag. 

Mit freundlicher Unterstützung vom Bezirk Josefstadt

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Lesungen am 9. und 12. Juni

Lesung am Donnerstag, 9. Juni
20 Uhr 30 | Café Anno
Brigitte Menne
„Krieg in Abrede gestellt. Untersuchungen zu Haupt-Wörtern der Zeit.“

Eine gedanklich mögliche, eine realistische Friedensintervention!? Wie hätte das gehen müssen? Unveröffentlichtes Essay unter Einbeziehung des neu erschienen Buchs von Marlene Streeruwitz „Handbuch gegen den Krieg“.

Brigitte Menne hat zuletzt in der edition fabrik.transit einen Lyrikband herausgebracht, „Die Kentaurin von Kagran. Zorn- und Liebesentwürfe.“ Sie ist Künstlerin. Feministin. Friedensaktivistin bei WILPF Österreich.

Mit freundlicher Unterstützung von Basis Kultur Wien und dem Bezirk Josefstadt

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Lesung am Sonntag, 12. Juni
20 Uhr 30 | Café Anno
Martin Peichl
„Der Wunsch nach einer gemeinsamen Sucht“

„kein Kinderwunsch, nein, wir schütteln beide den Kopf, höchstens der Wunsch nach einer gemeinsamen Sucht“

Weil im Anno der Rausch bereits im Windfang beginnt, im Anno beim Wuzzeln sogar Tormanntore gelingen, im Anno schon so viel angefangen und nicht wieder aufgehört hat, wird Martin Peichl an diesem Abend nicht nur aus einem, sondern gleich aus drei Büchern lesen, einen Cocktail mixen aus „Wie man Dinge repariert“ und „In einer komplizierten Beziehung mit Österreich“ und „Gespenster zählen“, wird er vielleicht den einen oder anderen neuen Text hinein schummeln, weil im Anno der leicht hinige Deckenleuchter ein so schönes Licht wirft in die leeren Biergläser, im Anno die Schwerkraft eine andere ist, im Anno der eine Tag in den nächsten hineinwächst…  

Martin Peichl lebt und schreibt in Wien. Im Moment an seinem neuen Roman und an einem Lyrikprojekt mit den Arbeitstitel „der Anfang einer Schwerkraft“. Er freut sich schon sehr aufs Anno! 

Mit freundlicher Unterstützung des Bezirks Josefstadt

Lesungen am 2. und 5. Juni

Lesung am Donnerstag, 2. Juni
20 Uhr | Café Anno
Valeria Flavia Gubitosi
exploring in-sanity und romantisches vori“

Bei „exploring in-sanity“ habe ich mich überwunden, meine schwierigsten Themen, prägendsten Erfahrungen und intimsten Gedanken mit psychischer Erkrankung auf Social Media (für ein begrenztes Publikum) offen anzusprechen. Präsentation und Fazit eines sehr persönlichen 10-tägigen „social (media) experiments“ zu mentaler und körperlicher Gesundheit.

Mis liabs vori // as ischd wia’s ischd // körig schöa romantisch // zum verrecka. // Endlich widr adido.

Valeria Flavia Gubitosi
*1997 in Dornbirn. Derzeit im Masterstudium der Romanistik/Italianistik an der Universität Wien. Unter dem Motto veröffentlicht sie auf ihrem Blog caffeconpulcinella.wordpress.com regelmäßig Texte zu Sprache, Musik und Literatur.

Mit freundlicher Unterstützung von Basis Kultur Wien und dem Bezirk Josefstadt

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Lesung am Sonntag, 5. Juni
20 Uhr 30 | Café Anno
Lisa-Viktoria Niederberger
„Gemeinsam dagegen“

Tanzende Elefantinnen. Zwei Frauen im Auto vor einer Polizeistation. Gemeinsam gegen den Wahnsinn der Welt. Lisa-Viktoria Niederberger schreibt Prosa, Kinderbücher und Rezensionen. Beim Anno Literatur Sonntag liest sie „Gemeinsam dagegen“: drei unveröffentlichte Kurzprosatexte die sich literarisch dem annähern, was ihr wichtig ist: Klimaschutz, Feminismus und das gesellschaftliche Ernstnehmen psychischer Erkrankungen. Texte, die auch immer von spontaner Solidarität zwischen Frauen und marginalisierten Positionen berichten. Es wird also politisch, feministisch und schön.

Lisa-Viktoria Niederberger, *1988 in Linz, hat in Salzburg Kunstgeschichte und Germanistik studiert und als Redakteurin der Literaturzeitschrift erostepost, als Buchhändlerin und beim freien Radio gearbeitet. Das literarische Debüt „Misteln“, ein Kurzprosaband, ist 2018 in der edition.mosaik erschienen.  Preise und Auszeichnungen, u.a.  OÖ Talentförderungsprämie 2019, Startstipendium 2021, Kunstförderpreis der Stadt Linz 2021 und Theodor-Körnder-Förderpreis 2021. Gegenwärtig Studium der Kulturwissenschaften an der Kunstuniversität, Arbeit am Romandebüt und Kinderbuchprojekten, sowie Rezensionen und kulturjournalistische Beiträge in regionalen Medien, u.a. in: KUPF ZeitungDie Referentin und mosaik- Zeitschrift für Literatur und Kultur

Mit freundlicher Unterstützung des Bezirks Josefstadt

Lesung am Sonntag, 29. Mai

20 Uhr 30 | Café Anno
Fabian Navarro

„Lesung 3000 – Lyrik, Katzen, Roboter“

Fabian Navarro schreibt Bühnentexte, Katzenkrimis und bringt Computern das Gedichteschreiben bei. Im Rahmen des AnnoLiteraturSonntags präsentiert er u.a. neue Poetry Slam Texte, Auszüge aus seinem Roman Miez Marple und die Kralle des Bösen sowie seinen Lyrikbot Eloquentron3000. Wie viel Facetten von Literatur passen in einen Abend?

Fabian Navarro *1990 in Warstein, ist Autor, Slam Poet und Kulturveranstalter. Er tritt seit 2008 bei Lesebühnen und Poetry Slams auf, gewann mehrere Landesmeisterschaften und wurde bei den deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften 2017 Vize-Meister. Er ist Teil des Wiener Kulturvereins FOMP , veröffentlichte Texte in Anthologien, der Titanic und der ZEIT. Er gibt Workshops in kreativem Schreiben, digitaler Literatur und Poetry Slam und war im Rahmen dieser Tätigkeit bereits in Projekten in Kapstadt, Yokohama und Tokio unterwegs. Im Herbst 2020 gab er die Anthologie poesie.exe im SATYR Verlag in Berlin heraus. Sein aktuelles Projekt Eloquentron3000 ein Bot, der Gedichte schreibt lässt sich auf Instagram verfolgen und wurde u.a. im Technischen Museum Wien ausgestellt. Mehr dazu unter: www.fabiannavarro.com.

Feiertagsbedingt entfällt der AnnoDialektDonnerstag am 26. Mai.

Mit freundlicher Unterstützung des Bezirks Josefstadt

Heutige Lesung entfällt!

Krankheitsbedingt muss der heutige AnnoLiteraturSonntag mit Barbara Rieger leider entfallen.

Ein Ersatztermin wird rechtzeitig angekündigt!

Das Anno-Team wünscht einen angenehmen Sonntag und freut sich auf die nächsten Lesungen mit euch!

Lesung am 19. und 22. Mai

Lesung am Donnerstag, 19. Mai | 20 Uhr | Café Anno
Präsentation der Zeitschrift „Morgenschtean“

Folgende Autor:innen lesen ihre Texte aus der aktuellen Ausgabe „Prost! Mahlzeit!“:
Jasmin Gerstmayr, Sabina Fudulakos und Wolfgang Kühn.
Musikalisch begleitet wird der Abend von Reino Glutberg.

Mit freundlicher Unterstützung von Basis Kultur Wien und dem Bezirk Josefstadt

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Lesung am Sonntag, 22. Mai | 20 Uhr 30 | Café Anno
Barbara Rieger
„do you like to hurt?“

Vermutlich wird Barbara Rieger aus ihrem letzten, in die Pandemie hinein veröffentlichten Roman „Friss oder stirb“ (Kremayr & Scheriau 2020) lesen.  Rasant und rhythmisch, ehrlich und eindringlich schildert sie darin den Verlauf einer Bulimie, erzählt vom Anfang, vom Tiefpunkt und davon, wie vielleicht ein Ausbruch gelingen kann. Vielleicht liest sie aber auch aus dem Manuskript des nächsten Romans. Oder beides. Wehtun wirds auf jeden Fall.

Barbara Rieger, stammt aus Graz und lebt derzeit im Almtal (Oberösterreich). Sie ist Autorin & Schreibpädagogin, hat bisher zwei Romane, vier Anthologien und zahlreiche Texte in Literaturzeitschriften veröffentlicht, zuletzt erschien die Anthologie „Mutter werden. Mutter sein“ (Leykam 2021). Sie vermisst Wien und das Café Anno. 

Mit freundlicher Unterstützung des Bezirks Josefstadt

Lesung am 12. und 15. Mai

Lesung am Donnerstag, 12. Mai | 20 Uhr | Café Anno
Lea R. Bacher
„Über das Bauchgefühl, die Desillusion und die Sehnsucht nach einem Schnitzerl“


„Monchmoi hob i mi in des Gewächshaus von da Rosi gsitzt
auf des vergilbte Plastik hod die Sonn knoid
es woa so haß, dass ma de Mannerwafferl in de Händ daschmoizn san,
des Fanta gaunz fad woadn is
und de Erdn unta meine Fiaß woam und gatschig“

Die Prosatexte und Gedichte führen zurück zu den langen Sommern im Garten, erzählen von der ungeschminkten Wahrheit und verarbeiten auf ironische Art und Weise das, was uns wohl alle insgeheim beschäftigt.

Lea Bacher kommt ursprünglich aus dem oberösterreichischen Kremstal, es verschlug sie aber schnell nach Wien. Sie studierte Publizistik und Kommunikationswissenschaft sowie Romanistik an der Universität Wien und verbrachte die Corona-Zeit teils in Rom und der Toskana. Kürzlich von ihrem Arbeitsaufenthalt in Rom zurückgekehrt, arbeitet, schreibt und studiert sie wieder in Wien.

Außerdem ist sie Liebhaberin der italienischen Küche sowie lateinamerikanischer Tänze und mag den Geruch von nassem Waldboden.

Mit freundlicher Unterstützung von Basis Kultur Wien und dem Bezirk Josefstadt

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Lesung am Sonntag, 15. Mai | 20 Uhr 30 | Café Anno
Chili Tomasson
„Ein Leopard im Mai“

Ein Leopard im Mai ist eine Kurzgeschichte über Liebe und Schnittblumen.

Für eine Weile saß ich noch auf einer Bank in der Grünanlage des Krankenhausgeländes. Es war warm und hell. Ich hörte die Vögel und den Rasenmäher. Das geschnittene Gras lag sonnenverbrannt auf der Wiese und wurde vom Wind vertragen. Ein alter Mann saß in einem Rollstuhl auf dem Kiesweg. Er trug einen blassblauen Bademantel über seinem Krankenhaus-Pyjama, hielt die Augen geschlossen und sonnte sich. Ich betrachtete die Fensterfront des Spital-Traktes und suchte nach dem Fenster hinter dem ich Marlene vermutete. Dann dachte ich an Vincent und Milan.

Chili Tomasson schreibt Musik und Texte. Er ist Mitglied des Musik-Kollektivs Lea’s Apartment, der Alternativ-Pop Band Chili and the Tonic Fish sowie der Art-Performance-Formation The Cinema Electric. Er veröffentlichte etliche Studio-Alben und Texte in Literaturzeitschriften, gestaltete die musikalischen Umrahmungen von Lesungen sowie auch Theater-Produktionen und spielte Konzerte in Österreich, Deutschland, Tschechien, Dänemark, Frankreich, Island und Großbritannien. 2016 wurde Chili Tomasson das Jahresstipendium für Komposition vom Land Salzburg verliehen. 2018 und 2019 inszenierte er gemeinsam mit Maria Sendlhofer die Lyrik-Musik-Performance Carrying a Gun in Wien und Leipzig.

www.leas-apartment.com

Mit freundlicher Unterstützung des Bezirks Josefstadt



Lesungen am 5. und 8. Mai

Lesung am Donnerstag, 5. Mai
um 20 Uhr im Café Anno
Treibsound

„Durt wo obn is“

Woidviatl/Wean
Texte und Lieder rund um, über und zwischen Waldviertel und Wien.
Texte von Isolde Kerndl, H.C. Artmann, Karl Frim und Joachim Unger
Musik: Treibsound

„De Wöt gheat gmoit net nua ångschaut.“ Mit im Waldviertel verwurzelten Texten wirft die Wiener Dialektband Treibsound ihre musikalischen Farben an die noch spärlich bemalten Wände des Mundartpops in Österreich. Mehrstimmiger Gesang trifft dabei auf vielschichtige Klangkompositionen von Gitarre, Bass und Percussion und erzeugt einen Sog aus Sprachbildern, der zum Eintauchen einlädt. Erinnert der lyrische Tiefgang der Texte bisweilen an Georg Danzer, Ludwig Hirsch oder H.C. Artmann, so kreisen die Lieder innerhalb der stilistischen Bandbreite von Pop bis Jazz und wecken Assoziationen zu 5/8erl in Ehren, HMBC oder Birgit Denk. In der Klanglichkeit des Dialekts liegt dabei ein eigener Reiz zwischen Vertrautem und doch Neuem, der den Zuhörer charmant fragt: „Derfs a bissal mehr seï?“

Joachim Unger – Gesang, Gitarre
Johannes Kerschner – Bass, Gesang
Margit Schoberleitner – Percussion, Gesang
www.treibsound.at

Mit freundlicher Unterstützung von Basis Kultur Wien und dem Bezirk Josefstadt

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Lesung am Sonntag, 8. Mai
um 20 Uhr 30 im Café Anno
Jakob Kraner

„Radioactive Past“

Lesung aus einem entstehenden Text. Ein Reiseroman, der seinen Erzähler durch Industriebrachen und Katastrophenorte, wie die Sperrzone um das havarierte AKW Tschernobyl, führt. Der „kontaminierte Ort“ ist zugleich realer Schauplatz wie Metapher für die eigene Biographie und die Weitergabe des Traumas. Es geht um die Frage nach dem Umgang mit Enttäuschung und Verlust und um eine spezifisch männliche Unfähigkeit zu trauern. // Weiters eine Handvoll fremder und eigener Kurztexte, Gedichte und Prosagedichte aus dem selben Themenkomplex.

Jakob Kraner lebt in Wien. Studium der Philosophie und der Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst. Veröffentlicht Prosa, Lyrik und Essays. Sein Debütband „Kosmologie“ erscheint 2022 bei Matthes & Seitz Berlin. Tätigkeit als Übersetzer (zuletzt Mitarbeit an der deutschen Übersetzung von Legacy Russels „Glitch Feminism“ bei Merve). Literarisch-interdisziplinäre Projekte allein oder im Duo VIEIDER/KRANER (www.vieiderkraner.com). Musik/Gedichtvertonungen mit „Smashed To Pieces“. Mitorganisator von Schreibworkshops, Deutschunterricht für Asylwerber:innen. 

Mit freundlicher Unterstützung des Bezirks Josefstadt

Lesungen am 28. April und 1. Mai

Lesung am Donnerstag, 28. April

um 20 Uhr im Café Anno

Katharina J. Ferner

„krötentage“

Kaum eine andere Lyrikgattung reicht weiter in die Literaturgeschichte zurück als Liebeslyrik – die Liebe war immer schon wundervoll, verwirrend, verstörend, vernichtend, der Literarisierung wert. Denn wie vielseitig ist Liebe, wie komplex!

All diese Facetten finden sich in krötentage wieder. Menschen verlieben sich, sie sehnen sich nacheinander, es wird geküsst, geschmust, gestreichelt, körperlich geliebt mit einer Sinnlichkeit, die sich buchstäblich auf den/die Lesende*n überträgt; es gibt Erfüllung, Miteinander, Alltag, natürlich schmerzliche Trennungen, Liebe endet ja auch wieder. Und Liebe kratzt an der Oberfläche, bis es blutet, diese Grenzerfahrungen bringen das Element von Gewalt und existenzieller Verletzlichkeit ins Spiel.

Gefühlvoller Dialekt, überraschende Reime und Bildebenen, Wortspiele à la Jandl – ein sprachlustiger Abend erwartet euch.

Katharina J. Ferner lebt als Poetin & Performerin in Salzburg. Redaktionsmitglied mehrerer Literaturzeitschriften (&Radieschen, Mosaik, Morgenschtean). Gemeinsam mit Kalinka Kalaschnikow Veranstalterin der Lesereihe „das nackte Wort“. Mehr Infos www.kj-ferner.at

Mit freundlicher Unterstützung von Basis Kultur Wien und dem Bezirk Josefstadt

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Lesung am Sonntag, 1. Mai

um 20 Uhr 30 (!) im Café Anno

Lena Johanna Hödl

„Mir träumte“ 

Seit sie denken kann, träumt Lena Johanna Hödl. Intensiv, bizarr und jede einzelne Nacht. Was bedeutet es, wenn der eigene Vater einen mit Tampons bewirft und danach die Nase des Kindes mit der Küchenschere zu entfernen droht? Wie fühlt es sich an, mit einem einarmigen Klassenkollegen Nacht für Nacht auf einer rostigen Stahltreppe durch den Sternenhimmel zu fliegen? Und warum taucht auf einmal David Bowie auf und lästert über John Lennons sexuelle Manneskraft? Was ist Traum, was real? Wachst du noch oder schläfst du schon? Für einen Abend gibt Hödl Einblick in ihre persönlichen Traumtagebücher und entführt das Publikum in eine Surrealität, die gänzlich vom Unbewussten bestimmt wird. Träumt süß.

Lena Johanna Hödl, Autorin, Schauspielerin und Comedian, geboren 1996 in eine durch und durch neurotische Sippe und aufgewachsen neben einem Friedhof, liebt das Dunkle. Die Hobbyeremitin und Connaisseurin des Trash-TV, deren Debütroman Emotionaler Leerstand im privaten Eigentum 2020 unter anderem von Falter, FM4 und ihren Freund*innen bis zum Geht nicht mehr abgekultet wurde, steht nicht nur für moderne Popliteratur, sondern auch für alles Extreme. In feinster Borderline-Manier arbeitet sie sich nicht nur an ihren eigenen Untiefen, sondern auch an denen der Gesellschaft ab, ohne irgendetwas davon auch nur ansatzweise ernst zu nehmen. Traumata werden zu Memes, das Patriarchat zu karikativen Kurzgeschichten, der Staat Österreich abgeschafft. 

Lena Johanna Hödl lebt und arbeitet manchmal in einem hässlichen Bezirk Wiens, wo sie hauptsächlich mit ihrem Hund kuschelt und sich auf Twitter mit Florian Klenk anlegt.

Mit freundlicher Unterstützung des Bezirks Josefstadt

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Lesungen am 21. und 24. April

Lesung am Donnerstag, 21. April

um 20 Uhr im Café Anno

Eva Lugbauer & zoat

„faschaun farenna fagee“ – Lyrik und Musik

Es ist ein Tanz mit dem Teufel, ein Balanceakt auf dem Tassenrand, ein Dasein im Wolkenschloss – dieses Leben. Autorin Eva Lugbauer und das Duo zoat (Geige, Klarinette, Shruti, Sansula) entführen mit ihrer Performance – bisweilen zart, bisweilen lautstark – in die Welt der Dialektlyrik. In Text und Ton erwecken die Künstlerinnen ein lyrisches Ich zum Leben, das sich zwischen Verlieben [faschaun] und Vergehen [fagee] im Irren übt [farenna]. Dabei ergründet es die Schönheit des „Schiachseins“, verfällt diversen Anziehungskräften, driftet aus der Bahn, fällt in rabenschwarze Löcher, tanzt auf friedhofsnahen Gehsteigen, würde den Menschen in der U-Bahn ganz gerne seine Meinung geigen, schaut dann aber doch lieber dem Himmel beim Blausein zu. Allein die Welt, sie stört ständig – in ihrer lauten, schnelllebigen, konsum- und leistungsorientierten Art. Und letztlich wartet doch nur: der große Abschied. Lohnt es sich überhaupt, in dieser Welt Wurzeln zu schlagen?

Der live Soundtrack dazu kommt vom samtweichen Klanggefüge zoat: Oftmals bizarr, manchmal minimalistisch, immer feinfühlig. Musik und Text verschmelzen und lassen das Publikum eintauchen in eine wundersame Welt. Die ist leise. Und laut. Euphorisch. Und verzweifelt. Wütend. Und versöhnlich. Traurig. Und schön. Das Projekt wurde mit dem Hans-Weigl-Literaturpreis des Landes NÖ und dem Startstipendium für Literatur des Bundesministeriums für Kultur gefördert. Der zum Projekt gehörige Gedichtband faschaun farenna fagee erscheint 2023 in der Literaturedition NÖ.

Von und mit Eva Lugbauer (Vokals)
Viktoria Hofmarcher (Klarinette, Vokals, Shruti, Sansula)
Anna Großberger (Geige, Vokals, Shruti, Sansula)

Zu den Künstlerinnen
Eva Lugbauer, geboren 1985 in NÖ, lebt in Wien. Studium der Germanistik an der Universität Wien. Ist seit 2009 als Autorin aktiv. Erschienen sind zahlreiche Prosatexte in unterschiedlichen Zeitschriften (DUM, etcetera, &radieschen, Kolik, u.a.), sowie Lyrik. Unter den zehn Finalist*innen beim FM4-Kurzgeschichten-Wettbewerb Wortlaut 2015. Ihr Debütroman „Und am Ende stehlen wir Zitronen“ erschien 2018 im Verlag Wortreich. Startstipendium für Literatur 2020. Hans-Weigel-Literaturstipendium 2020/21. Der Gedichtband „faschaun farenna fagee“ erscheint 2023 in der Literaturedition NÖ. www.eva-lugbauer.at

Anna Großberger, geboren in Waidhofen/Ybbs (NÖ), ist Rhythmikerin, Musikvermittlerin und Künstlerin. Sie lernte Geige, Klavier und Gesang und studierte Rhythmik/Musik- und Bewegung an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Kompositionsfächer belegte sie u.a. bei Herbert Lauermann und Verena Zeiner. Anna Großberger komponiert in Musik und Bewegung und ist als Performerin u.a. im Kosmos Theater Wien, MuTh Wien und Festspielhaus St. Pölten zu sehen. Als Rhythmikerin sammelte sie Erfahrung am Wiener Konzerthaus und dem Musischen Zentrum Wien. Seit 2021 unterrichtet sie an einer privaten Musikschule in Düsseldorf. Als Musikerin und Komponistin ist sie Teil des Duos „zoat“. www.zoatmusik.com

Viktoria Hofmarcher, geboren 1998 im Mostviertel, ist eine österreichische Klarinettistin. Sie wuchs mit der
traditionellen alpenländischen Volksmusik auf und kam so erstmals mit Musik und deren Kraft in Berührung. Seit 2018 studiert sie Klarinette an der Kunstuniversität Graz. Hofmarcher tourt mit der Gruppe „Dreimäderlhaus“ durch den Alpenraum, Funk und Fernsehen. Als Teil des Künstlerinnenduos „zoat“ begibt sie sich seit 2020 gemeinsam mit Anna Großberger auf neue musikalische Reisen und bespielt Bühnen in ganz Österreich. www.zoatmusik.com

Bezüglich Covid19 gelten für das Café Anno die vorgeschriebenen Gastro-Regeln.

Mit freundlicher Unterstützung von Basis Kultur Wien und dem Bezirk Josefstadt

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Lesungen am Sonntag, 24. April

um 19 Uhr (!) im Café Anno

Armela Madreiter

„Anlesen. Baustelle.“ – A short reading

Lady Diana und eine Baustelle und andere
Anfänge.

Eine kleine Lesung als Vorspeise
zur DUM – Präsentation.

I
„und manchmal standen die Männer
im Halbkreis um das Loch im Asphalt
betrachteten die freigelegten Leitungen
in einiger Tiefe
rauchten, fassten sich auf den Kopf
deuteten auf die Sandsäcke
und ich am Balkon
ein Spielzeug in der Hand
eine Actionfigur
eine Barbiepuppe.“

II
„Lady Di ging manchmal mit ihren Söhnen
Einfach in London spazieren
Und dann aßen sie Hamburger
einfach so mit den Fingern“

Armela Madreiter ist freie Dramaturgin, Autorin, Theatermacherin.
Lebt in Wien. Schreib manchmal unter Blockaden und manchmal locker neben dem Kaffeekochen.

nach einer kurzen Pause wird um 20 Uhr die 101. Ausgabe des DUM präsentiert.

Es lesen u. a. Daniela Dangl, Raoul Eisele, Nicole Makarewicz, Maria-Christina Schinko und Etienne Thierry aus ihren Texten.

Zum Versand:
Wir entschuldigen uns für die verspätete Auslieferung der aktuellen Ausgabe DUM #101. Dies ist einer verpflichtend vorgeschriebenen, jedoch langwierigen, komplizierten und nervenaufreibenden Umstellung im Postversand auf das Plus.Zeitungs-Modell geschuldet. Wir hoffen auf „normale“ Auslieferungsabläufe ab der kommenden Ausgabe!

Bezüglich Covid19 gelten für das Café Anno die vorgeschriebenen Gastro-Regeln.

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