Lesung am 8. Dezember
um 20 Uhr im Café Anno
Simon Scharinger
„2 Münder gehen auf, 1 Mund geht ab“
Simon Scharinger spricht, gähnt, singt, sinniert, sekkiert, lacht, denkt und schreibt im Dialekt; und dennoch hat dieser nichts Heimeliges oder besonders Authentisches für ihn, sondern ist lediglich 1 Ausdrucksform, die facettenreich und humorvoll den hochsprachlichen Kompagnon in die Mangel zu nehmen vermag. Sowohl Inhalt, als auch Form betreffend, bietet der Dialekt eine Spielwiese par excellence und kommt vor allem in der Veräußerung, im Ausdruck, im Sprechen zu seiner Blüte, was für den Theatermacher und Musiker Scharinger quasi (sic!) ein Heimspiel bedeutet. Er zaubert sich an diesem Abend ein Allerlei aus dem Allerwertesten, das sich gewaschen hat, und nennt es: 2 Münder gehen auf, 1 Mund geht ab.
Simon Scharinger, am 15.03.1991 in Schärding/Oberösterreich geboren und aufgewachsen. Seit 2011 in Wien lebend. Studium der Germanistik abgebrochen. Von 2015 bis 2019 Studium der Schauspielregie am Max Reinhardt Seminar mit den ‚humanisten‘ von Ernst Jandl und den ‚Präsidentinnen‘ von Werner Schwab abgeschlossen. Musikalischer Bestandteil der A-cappella-Boygroup Gesangskapelle Hermann, deren 4. Album ‚Alles Tango‘ im Frühjahr 2020 erschienen ist. Seit der Saison 21/22 im Wiener Musikverein für diverse Kinderprogrammpunkte zuständig. Überschaubar zwar, aber auch literarisch umtriebig, Publikationen in Anthologien und Literaturzeitschriften.
Mit freundlicher Unterstützung von Basis Kultur Wien, dem Bezirk Josefstadt und dem Bundesministerium Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport



Lesung am Sonntag, 11. Dezember
um 20 Uhr im Café Anno
Helene Proißl
„Kontaktflocken“
Helene Proißl hat Germanistik in Wien studiert, wo sie aktuell einen Master in Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst macht. Sie schreibt Prosa und Lyrik.
In ihren Texten bewegen sich Figuren gern in Gedankenschleifen, beobachten Möbel und Füße, tun verlässlich und weltsicher, obwohl sie eigentlich am liebsten den ganzen Tag schweigend die Endstationskurve der Straßenbahn ausfahren würden. Nach dem Lesen weiß man nicht unbedingt mehr, hat aber das Gefühl, etwas oder jemandem kurz nah gekommen zu sein. Helenes Texte sind in Zeitschriften und Anthologien erschienen. Im Frühjahr wird eine Kurzgeschichte in der ersten Anthologie der Gläsernen Texte veröffentlicht, einer Lesereihe, in der sie regelmäßig Texte bespricht.
Mit freundlicher Unterstützung vom Bezirk Josefstadt
