Lesungen am 23. und 26. Februar

Lesung am Donnerstag, 23. Februar
um 20 Uhr im Café Anno
Treibsound
„Wåldviatla Mohntortn und Weana Melange“

Texte und Lieder rund um, über und zwischen Wåldviatl und Wean.

Texte u.a. von Isolde Kerndl, H.C. Artmann und Joachim Unger

Musik: Treibsound

„Wåldviatla Mohntortn und Weana Melange“ – das sind die Zutaten mit denen die Band Treibsound ihre Musik den aufmerksamen ZuhörerInnen kredenzt. Texte im Waldviertler Dialekt treffen dabei auf wienerische Farben, Mehrstimmiger Gesang auf vielschichtige Klangkompositionen von Gitarre, Bass und Percussion. Gemeinsam erzeugen sie dabei einen Sog aus Sprachbildern, der zum Eintauchen einlädt. Erinnert der lyrische Tiefgang der Texte bisweilen an Georg Danzer, Ludwig Hirsch oder H.C. Artmann, so kreisen die Lieder innerhalb der stilistischen Bandbreite von Pop bis Jazz und wecken Assoziationen zu 5/8erl in Ehren, HMBC oder Birgit Denk. In der Klanglichkeit des Dialekts liegt dabei ein eigener Reiz zwischen Vertrautem und doch Neuem, der den Zuhörer  charmant fragt: „Derfs a bissal mehr seï?“ Mögliche Hörnebenwirkungen? Sie könnten im Treibsound stecken bleiben.

Joachim Unger – Gesang, Gitarre

Johannes Kerschner – Bass, Gesang

Margit Schoberleitner – Percussion, Gesang

www.treibsound.at

Mit freundlicher Unterstützung von Basis Kultur Wien, dem Bezirk Josefstadt und dem Bundesministerium Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport

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Lesung am Sonntag, 26. Februar
um 20 Uhr im Café Anno

Lena-Marie Biertimpel
„und so irgendwas mit:
die erste und die letzte, time flies, time cries, was mit ankommen und abschied“ 

schöne alliteration, an und ab, a und a, wer a sagt muss auch b sagen, warum eigentlich? achja, wegen der alliteration, bis bald, vielleicht.

Wenn Engel weiterreisen, weint der Himmel.“ (Unbekannt).

…vielleicht aber auch einfach nicht!

goethe hat mal gesagt:

Was wir bergen in den Särgen ist das Erdenkleid, was wir lieben, ist geblieben, bleibt in Ewigkeit.“

und rilke so:

Wie hab ich das gefühlt was Abschied heißt. Wie weiß ichs noch: ein dunkles unverwundnes grausames etwas, das ein Schönverbundnes noch einmal zeigt und hinhält und zerreißt.“

und ich so: jungs jetzt reicht’s! ihr nervt mega. die ganze sache mit der gefühlsduselei können wir getrost weglassen. 

Meine erste, so richtig offizielle Lesung in Wien fand 2016 im Anno statt. Nun, 7 Jahre später, die letzte mit Hauptwohnsitz, gleicher Ort, gleiche Zeit.

Da mein mindestens 10 Jahre alter Laptop sich tatsächlich noch hochfahren ließ, gibt’s sehr alte, ältere, quasi aktuelle und, wenn ich doch wider erwarten mal wieder schreiben sollte, auch einen neuen Text.

(*Vielleicht heule ich am Ende dann doch, aber nur eine Sekunde, promise*)

Lena-Marie Biertimpel wurde 1991 in Hamburg geboren. Sie lebt in Hamburg und Wien und studiert Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst. Sie schreibt Theatertexte: „voll schön“ (2020) und Prosa: „Luftpolster“ (2022). Ab und an arbeitet sie als Dramaturgin. Theatertexte spricht sie auch laut: „Penthesilea“, Schauspielhaus Hamburg (2017). Sie denkt mit dem Körper, “text in wasser oder maschine und buchstaben“, Performance, Spektakel Wien (2018). Sie veröffentlicht auf Bühnen, zuletzt: „Katapult Kapitulation“, ein Parcoursstück, Kampnagel Hamburg (2018), in Literaturzeitschriften und Anthologien, zuletzt: Auszug aus „pantasie“, ZIEGEL#16, Mairisch Verlag (2019). Sie wurde zum 4+1 Dramatiker*innen Festival eingeladen, Schauspielhaus Leipzig 2018), zum auftakt Festival in Köln (2020) und bekam u.a. das Startstipendium des Bundeskanzleramtes (2020 und 2021).  Für ihren ersten Roman „Luftpolster“ wurde sie mit dem österreichischen Buchpreis in der Sparte Debüt aufgezeichnet (2022). 

Mit freundlicher Unterstützung vom Bezirk Josefstadt


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