Lesungen am 30. März und 2. April

Lesung am Donnerstag, 30. März
um 20 Uhr im Café Anno
„Heintzutoge konn koan Mensch mehr epas mit an Kandelaber unfongen“
Carmen Ramoser

Warum ist Fantastisches, Magie und Märchen immer nur im Mittelalter zu finden und nicht in der Zeit von Handys? Warum gibt es im Dialekt nur Sagen, aber keine Fantasy? Es ist Zeit alles durcheinanderzurütteln, denn Carmen Ramoser verbindet gern, was bislang unverbunden erschien. Es gibt schließlich auch im 21. Jahrhundert magische Wesen, die selbstbewusst ihren Südtiroler Dialekt sprechen und über die es sich zu schreiben lohnt. Carmen Ramoser liest Texte, in denen klar wird, wie Klimawandel und Meergitschn und -buabn zusammenhängen, wie die Märchenbösewichte sich modernisiert haben, aber auch was die realen Probleme junger Südtirolerinnen sind. Dazu einige kurze Gedichte, mal Dialekt, mal Deutsch, mal Mehrsprachig.

Carmen Ramoser stammt aus Mauls, Südtirol, und studiert Germanistik und Biologie in Wien. Sie veröffentlichte im DUM, mit der Südtiroler Autorinnengruppe „Die Glühbirne“ die Anthologie „In die klare Luft springen“, allein die Erzählung „Das Lexikon der Töne“ und regelmäßig in der gemeinsam gegründeten absurden Onlinezeitung „Die Zeitungsente“.

Webseite: carmenramoser.comdiezeitungsente.com

Mit freundlicher Unterstützung von Basis Kultur Wien, dem Bezirk Josefstadt und dem Bundesministerium Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport

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Lesung am Sonntag, 2. April
um 20 Uhr im Café Anno
„Intendantenwechsel/Menner“
Armela Madreiter

„Hier ist mein Platz. Ich habe nicht danach gefragt, ob ich mich hier hinsetzen darf, ob ich hier sein darf. Das hab ich nicht. Ich nehme einfach an, dass das da mein Platz ist. Ich frag nicht. Ich frag nicht erst, ob das mein Platz, ich muss mich nicht erst fragen, ob ich hier einen Platz hab. Das ist die Stelle, an der ich komme. Das ist die Stelle, an der es um mich geht. Hier auch, Und hier. „

Armela Madreiter schreibt seit einiger Zeit fast nur mehr dramatische Texte. Also Texte für Bühnen und mehrere Sprecher*innen.  Zu ihren Lieblingsthemen gehören  dabei Menner in all ihren Facetten, Machtverhältnisse, Ungerechtigkeiten, traurige Sachen, Theater, lustige Sachen und kluger Humor.  Das immer noch unfertige Stück „Intendantenwechsel“ wird in Auszügen zu hören sein. Außerdem vielleicht Texte über die zermürbenden Seiten des Online-Datings. 

Armela Madreiter ist Dramaturgin und Dramatikerin. Sie lebt in Wien. Manchmal bekommt sie Preise und Stipendien. Manchmal nicht. Wie das eben so ist mit dem Schreiben. 

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Lesungen am 23. und 26. März

Lesung am Donnerstag, 23. März
um 20 Uhr im Café Anno
Günther Pilarz
“Kandierte Buchstobn.“

Günther Pilarz verzaubert in seinem Dialektprogramm das klassische Alphabet. Der bilderreiche Streifzug führt durch geschmeidige Reime, quietschvergnügte Geschichten und pointierte Dialoge. Gespitzte Ohren und lüsterne Lachmuskeln treffen auf gewürzte Vokale und gepfefferte Konsonanten. Ob 08/15 oder Blitze aus dem heiteren Himmel, sein literarisches Sammelsurium hat es in sich. Ahoi!

Günther Pilarz wurde 1965 in Wien geboren, wo er auch heute lebt. Schon in seiner Schulzeit schrieb er Artikel für Schülerzeitungen, aber auch Gedichte und spitzzüngige Texte. Später kamen Geburtstagszeitungen für Freunde dazu, div. Glossen für eine Tageszeitung, Lyrik, Prosa und Dialekttexte. Zahlreiche Werke sind in Anthologien, Magazinen & Literaturzeitschriften veröffentlicht worden. Er ist Mitglied der Österreichischen Dialektautor*innen, Absolvent der Schule für Dichtung und Preisträger des Lyrikwettbewerbs von RIAS Berlin 1988.

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Lesung am Sonntag, 26. März
um 20 Uhr im Café Anno
Stephanie Ortner
„Sommer, und andere Jahreszeiten“

Stephanie Sophie Ortner liest Prosa- und Lyriktexte. Es geht um Beziehungen, Trauern und Weiblichkeit.

Hinweis: In den Texten geht es um Essstörungen, Body Dysmorphia und sexualisierte Gewalt.

Stephanie Sophie Ortner ist eine Schriftstellerin aus Graz. Zurzeit lebt sie in Wien und ist Teil des &Radieschen-Teams. Ansonsten verbringt sie ihre Zeit mit Kunstprojekten und Theater. In ihren Texten schreibt sie über Feminis­mus, Psychische Gesundheit und Beziehungen.

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Lesungen am 16. und 19. März

Lesung am Donnerstag, 16. März
um 20 Uhr im Café Anno
Renate Schiansky
„Tommi, oder: A Leich ́ im Gemeindebau“

Kommissar Anton Polacsek und seine Kollegin Gülay Huber ermitteln wieder!
Es liest: Renate Schiansky, unterstützt von Pedro und Chrissy

ein Stück für 8 Personen und einen Kommissar
und noch ein paar nicht immer ganz ernst zu
nehmende G ́schichtln
aus dem breiten Raum zwischen
dem golden Wienerherz
und seiner schwarzen Seele

Renate Schianksy: *1959 in Wien, 2 Kinder

war 20 Jahre lang Sachbearbeiterin der Rechtsfürsorge im Jugendamt
mag außer Büchern auch noch Fotokameras, Sprachen und alte Landkarten
hat Papier und Stift immer griffbereit, schreibt
wahnsinnig gerne im Dialekt
lebt mit einem Piloten, einer Bartagame und einem Hamster in Wien und
wäre am liebsten ständig auf Reisen

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Lesung am Sonntag, 19. März
um 20 Uhr im Café Anno
Bernhard Führer
„Die Prinzipien vom Sinn des Lebens – Mit mehr Glück. Liebe. Wohlbefinden.
Leben und zwischenmenschliche Beziehungen“

Bernhard Führer präsentiert sein neustes Werk und widmet sich darin den großen Themen des Lebens. Sinn oder Sinnsuche?

Erfahrungen, Lektionen und Ratschläge Grundsätze und Anekdoten all dies kann helfen und Leidenswege und Herzschmerzen ersparen.

Der Autor sieht er sich als Freund, der gemeinsam mit seinen Lesern, Seite an Seite den Weg zu mehr Glück, Liebe und Wohlbefinden geht. 

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Lesungen am 9. und 12. März

Lesung am Donnerstag, 9. März
um 20 Uhr im Café Anno
Jasmin Gerstmayr
„Du bist imma so oag nett“

Lust auf Dialektgedichte, die durch eine Performance zu einer kurzweiligen Geschichte verwoben werden? Gehen wird’s u.a. um den hohen Wert von Freund:innenschaft und mögliche Konflikte, die dabei entstehen können (u.a.: Warum bist du jetzt eigentli a Origami-Kranich statt -Schwan?).

Da die Performance einen Tag nach dem Internationalen Frauentag stattfinden wird, kommt außerdem auch eine Vulva zu Wort. Bis dahin: Pfiati, und vagiss net, i liab di!

(c) Barbara Wenz

Jasmin Gerstmayr schreibt Lyrik in einem Mostviertler Dialekt, der meist als oberösterreichisch kategorisiert wird, und hin und wieder Kurzprosa. Veröffentlichungen in zahlreichen Literaturzeitschriften. Sonderpreis AT beim mundartHunderter 22 des unartproduktion-Verlages. Regelmäßige Bühnen-Performance von Dialektlyrik, zuletzt etwa im Rahmen der Poetry Slam Österreich-Meisterschaft 2022. Mitglied der IGfem, GAV und ÖDA. Instagram: @jasmin_gerstmayr

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Lesung am Sonntag, 12. März
um 20 Uhr im Café Anno
Franziska Füchsl
„Leiseste Bewegung Sichere Entfernung Absolute Ruhelage“

Füchsl prüft sich mit einer Lesung aus den letzten Blättern von Genügend auf Befriedigend.

(c) Gregor Pirgie

Franziska Füchsl, *1991 in Putzleinsdorf und Starz, dann Wien und Kiel. Hilfstschak in der Metallverarbeitung, Studium der deutschen Philologie und Anglistik an der Universität Wien und Sprache und Gestalt an der Muthesius Kunsthochschule Kiel, wo sie mit ‚Denkt 1 Dodltopftropf‘, einer Arbeit über die Einfalt und einem Ensemble von 80 Keramikdodln, 2019 abschloss. 2018 erschien ‚rätsel in großer schrift‘ (Edition Mosaik), 2020 folgten ‚Tagwan‘ (Ritter Verlag) und ‚My Haarschwund‘ (Sampson Low). Füchsl ist auch als Übersetzerin tätig und Mitglied im Versatorium, einem Verein für Gedichte und Übersetzen, wo sie den Druckraum Jahoda mit einer Korrex Stuttgart betreut. In typografischer und buchkonzeptioneller Hinsicht spekuliert sie über Provisorien fürs Lesen in Kaumauflagen (www.ffxl.xyz).

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