Dialekt-Lesung am Donnerstag, 11. Mai 2023
um 20 Uhr im Café Anno
Robert Eder
„I HOB AN SCHEAM FIA OLLAS“
Texte im Wiener Dialekt und in barocker Sprache.
Robert Eder, 1964 in Wien geboren, ist freischaffender Autor, Rezitator und Maler. Sein literarisches Werk umfasst Lyrik, Kurzprosa, Liedtexte und Dramolette. In der Malerei beschäftigt sich der Künstler vorwiegend mit den Themen Landschaft und Licht in der Natur. Einen anderen Schwerpunkt bildet das Thema Collage und dabei im Speziellen das ironische Arbeiten mit Alltagsprodukten wie etwa Backpapier. Ferner gilt Robert Eders Interesse der Kunst im öffentlichen Raum. In diesem Bereich ist er mit Konzepten und Performances in Wien und Niederösterreich aktiv. Mit regelmäßig stattfindenden Ausstellungen ist Robert Eder seit 2002 präsent. www.galeriestudio38.at/eder
Mit freundlicher Unterstützung von Basis Kultur Wien, dem Bezirk Josefstadt und dem Bundesministerium Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport
Lesung am Sonntag, 14. Mai 2023
um 20 Uhr im Café Anno
Julia D. Krammer & Gábor Fónyad
Buchpräsentation und „Was noch kommt“
Buchpräsentation (Julia D. Krammer)
Mona wächst in einer Glaubensgemeinschaft auf, in der, geschützt vor der Kälte einer ungerechten Welt, freie Sexualität gelebt wird und man Kinder, von ihren leiblichen Eltern getrennt, zu Allgemeingut erklärt. Als ihr endlich die Flucht gelingt, beginnt ein Streben – nach Verbundenheit und Sicherheit, Gemeinschaft und Vertrauen. Sie lotet die Grenzen ihres Körpers aus, erkundet den Raum, der vor ihr liegt, bis sie schließlich, eingeholt von ihrer Vergangenheit, zwangseingewiesen wird. Einen Großteil ihrer Tage verbringt sie nun am Fenster ihres Anstaltszimmers. Im Wind hört sie Geister heulen. Gräser schimmern im Abendlicht orange und schwingen in Wellenbewegungen. Am Rand der Wiese steht eine dunkle Scheune – sie taugt für viele Fantasien mit ihren schiefen Brettern. Mona kann gar nicht anders, als sich zu fragen, welche Geheimnisse sich darin verbergen. In poetischen Miniaturen legt Julia D. Krammer Schicht für Schicht das Leben eines Mädchens frei, auf der Suche nach Halt, nach einem Raum, der ihrer ist. Erschienen bei Matthes & Seitz im Februar 2023
Die zweite Halbzeit – kommt da noch was? (Gábor Fónyad)
Es geht darum, wie man dem Alltag, dessen existenzielle Herausforderungen ja aus Einkaufen, Zwiebel Schneiden, den Geschirrspüler Ein- und Ausräumen, Geld Verdienen und ganz allgemein darin bestehen, ihn zu meistern, jeden Morgen aufs Neue, trotzdem so etwas wie Sinn abgewinnen kann und dabei vielleicht sogar noch ein Stückchen Selbstverwirklichung findet. Es geht um die Angst, bei all dem das Leben zu verpassen (Paul Nizon: „Aber wo ist das Leben?“) – um die Angst vor der zweiten Halbzeit – und um die
Freude darauf, was noch kommen wird.
Julia D. Krammer, geboren 1985 in Wien, wo sie als freie Schriftstellerin und Voice Artist/Sprecherin lebt. „Den Körper schreiben die Gedichte“ erschien Februar 2023 bei Matthes & Seitz Berlin (Rohstoff), sie veröffentlichte Prosa in Literaturzeitschriften (zB. Die Rampe) und Anthologien und Gastkommentare/Essays in Tageszeitungen (zB. Die Presse) und Zeitschriften (zB. Kreuzer Leipzig). 2023 erhielt sie ein Arbeitsstipendium des Landes NÖ, 2022-2023 erhielt das Projektstipendium Literatur des BMKOES für „Ungebetene Gäste“, 2021/22 ein Projektstipendium der Stadt Wien und ein Arbeitsstipendium der Stadt Wien 2020. „Den Körper schreiben die Gedichte“ wurde 2019 mit einem Startstipendium für Literatur ausgezeichnet. Julia ist Mitglied der Grazer Autorinnen Autorenversammlung (GAV), der Kunstwerkstatt Tulln und des Österreichischen Schriftstellerverbandes.
Gábor Fónyad, 1983 in Wien geboren, wuchs zweisprachig in einer aus Ungarn stammenden Musiker- und Theologenfamilie auf. Studium der Germanistik, Finno-Ugristik und Lehramt. Lehrer an einem Gymnasium in Niederösterreich und Lehrbeauftragter an der Universität Wien. 2015 erschien sein erster Roman „Zuerst der Tee“ (Verlag Wortreich), mit dem er 2017 beim Internationalen Buchfestival in Budapest als Österreichischer First Novellist vertreten war. Es folgten zahlreiche Essays und Zeitungsartikel (z.B. in LICHTUNGEN, Literatur und Kritik, Die Presse, Neue Zürcher Zeitung, Schreibkraft) und 2021 der zweite Roman „Als Jesus in die Puszta kam“ (Elster & Salis Wien), der noch 2023 in ungarischer Übersetzung erscheinen soll. Derzeit Arbeit an einem neuen Roman. Mehrere Stipendien, unter anderem das Startstipendium des Österreichischen Bundesministeriums 2014 und 2018 sowie zuletzt das Projektstipendium 2022/23.
Mit freundlicher Unterstützung vom Bezirk Josefstadt

