Dialekt-Lesung am Donnerstag, 19. Juni 2025
um 19 Uhr im Café Anno
Felix Maierl
Fex on the Beach
„Wenn dir die Deckn am Schädl fliagt und locht, donn wird aus Frohsinn schnö a Bledsinn gmocht.“ Es folgen Texte, durchzogen von Scheidungstraumata, die uns die Boomer-Generation hinterlassen hat, von toxischen Glaubenssätzen, Zuckerberg-Paranoia, Zukunftsängsten – und dem alltäglichen Wahnsinn mit Sandlern und Feidln. Fex ist nicht nur eine intime, kreative Katharsis. A Fex is a Narr, a Sonderling, a Trottl – aber mit Begeisterung. A Bergfex.
Der Narr hatte geschichtlich schon immer eine wichtige Funktion: nämlich ernste Themen auf unterhaltsame Weise unters Volk zu bringen. Mit Anekdoten aus dem echten Leben sollen diese Themen dem Publikum auf emotionaler Ebene nähergebracht werden. Aber schau ma moi. Am Ende is des ois nix anderes als a persönlicher Textkorpos – und somit ein ehrlicher Einblick in des Leben eines mitte-20-jährigen.
Felix Maierl, alias Fex, geboren 2000 in Oberösterreich, wuchs zwischen Mopeds, schlechtem Gras und einer Bauerndisco irgendwo bei Linz auf. Die Musik war sein ständiger Begleiter – leise im Hintergrund, aber immer richtungsweisend. Sie zog ihn früh in die Stadt, zu den schrägen Partys und spannenden Gestalten der lokalen Kulturszene. Während der Lockdowns maturierte er, brachte sich selbst Gitarre bei und gründete mitten im Zivildienst das Kulturmagazin MUPAK. Der Wunsch nach Selbstverwirklichung wurde lauter – also zog er 2022 mit seinen engsten Freunden fürs Studium nach Wien. Dort, im geliebten WG-Wohnzimmer, begann er schließlich, seine Gedanken und Gefühle in eigene Songs zu verwandeln. Was daraus entstanden ist, hört man am besten live!
Mit freundlicher Unterstützung von Basis Kultur Wien, dem Bezirk Josefstadt und dem Bundesministerium Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport
Lesung am Sonntag, 22. Juni 2025
um 19 Uhr im Café Anno
Maximilian Scheffold
„familiale flakgrammatik, oder, es gibt keinen anlass zu würgen außer jeden erdenklichen“
In der Lesung geht es zum einen um die Kartographierung des Psychogramms der Stadt meiner Herkunft bzw. des Diskurses um und in dieser. Zum einen um die Verortung dieses Psychogramms in mir als Element ebendieses sowie als Träger meiner Stadt und ihrer Vaterfiguren. Das klingt jedoch ein wenig hochgestochen vielleicht, da ich den Ernst nicht ganz so ernst nehmen möchte.
Maximilian Scheffold ist Lyriker und Literaturwissenschaftler. Lebt und schreibt in Wien, Doktoratsstudium der Deutschen Philologie ebenda. Literarische Veröffentlichungen in diversen Literaturzeitschriften wie perspektive, wespennest, podium und Idiome. Ein Gedichtband ist in Vorbereitung.
Mit freundlicher Unterstützung vom Bezirk

