Lesung am Sonntag, 13. September 2015

Eva Lugbauer

LUISABELLA

DAS ANDERE LEBEN

Mit Gegensätzen ist es so eine Sache. Tag und Nacht? Sind gegensätzlich, wenn man so will. Weltreisen und Hausbauen, auch, vielleicht. Heiraten und Lieben, eventuell, manchmal.

Isas Leben verläuft in geordneten Bahnen, wie man sich das vorstellt. Man plant zu heiraten. Man plant ein Haus zu bauen. Man plant eine Familie zu gründen. Lou hingegen schert sich den Teufel darum, was man von ihr erwartet. Sie feiert nächtelang oder reist wochenlang oder liebt für Augenblicke. Allerdings, Lou ist tot, während Isa lebt. Nur eines verbindet die beiden: ihr Aussehen.

In „Luisabella“ erzählt Eva Lugbauer die Geschichte von Isa, die mit 26 von ihrer toten Doppelgängerin Lou erfährt. Sich in Lous Tagebücher grabend, entfacht in Isa die Sehnsucht nach einem anderen Leben. Sie schlüpft in die Rolle von Lou und setzt das Leben einer Toten fort. Aber, eine andere sein, von einem Tag auf den nächsten, für ein ganzes Leben, geht das?

Du gibst mir Halt. Aber ich will fliegen.

Eva Lugbauer, geboren 1985, lebt in Niederösterreich. Ausbildung zur Kindergärtnerin, Sprachassistentin in Sizilien, Studium der Germanistik in Wien. Arbeitete als Journalistin, Kellnerin, Fremdenführerin. Heute Sektretärin. Absolventin der Leondinger Akademie für Literatur. Veröffentlichte Texte in mehreren Literaturzeitschriften. Mit der Kurzgeschichte „Im Nacken“ unter den zehn Finalisten beim FM4-Wortlaut 2015 .

Am Sonntag, 20:00 im Cafe Anno!

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Lesung am Sonntag, 6. September 2015

Liebe Freund*innen, die sehr heiße Sommerpause ist vorbei, wir starten in den Herbst! Jeden Sonntag und Donnerstag gibt es ab jetzt wieder Lesungen im gemütlichen Cafe Anno!

Simon Scharinger

Warten auf Nichts

Simon Scharinger, 1991 geboren. Seit 2011 in Wien lebend und schreibend. Zudem musikalischer Bestandteil der Gesangskapelle Hermann, deren erstes Album „Ohne Panier“ im Frühjahr 2014 erschienen ist. Etwa zur selben Zeit den Literaturblog Auseinandersetzungen in die Welt geworfen. Bisherige Publikationen in Anthologien und Literaturzeitschriften. Mit Oktober 2015 Beginn des Studiums der Theaterregie am Max Reinhardt Seminar. Aktuell wird diesen September auch das zweite Album der Gesangskapelle Hermann, „mei goaddnzweag & i“, veröffentlicht.
Simon Scharinger liest am 6. September Gedichte und lyrisch Anderes. Seine Texte sind ein Warten auf Nichts, ein mal kürzeres mal längeres Innehalten. Die knisternde Leere hinter den Worten, das Verebben der Stimme, die Erleichterung und das nachrückende Aufatmen geben dem Davor seinen Raum. Nicht im Währenddessen, sondern im Danach entfacht sich die Wirkung seiner Sprache.

Ein- und Ausblick:
https://auseinandersetzungen.wordpress.com/

Gesangskapelle


http://www.klischeeanstalt.net/online-klischees/1412-simon-scharinger/

Am Sonntag, 6. September um 20:00 im Cafe Anno!

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Sommer Fotowettbewerb: die schönsten Leseplätze

Liebe ALSO-Fans, liebe Freunde und Freundinnen der Literatur!

ALSO und ADIDO sind noch auf Sommerpause, dennoch gibt es im Sommer etwas zu tun und sogar zu gewinnen.

knuschelsDas Grazer Autorinnen und Autoren Kollektiv GRAUKO ruft gemeinsam mit unserer Literaturzeitschrift & Radieschen alle Leseratten zu den Fotoapparaten. Wer sein Lieblings-Leseplätzchen fotografiert, kann einen LITERARISCHEN GESCHENKKORB gewinnen! Dieser beinhaltet ein Exemplar des am 24.8. erscheinenden Romans Die Schmetterlingsfängerin von Margarita Kinstner, eine Menge &Radieschen, literarische Köstlichkeiten des Grazer Autorinnen und Autoren Kollektivs sowie andere Überraschungen. Und auch Platz 2 und 3 dürfen sich auf etwas freuen!

Schickt einfach ein oder mehrere Fotos an kommunikation@grauko.com oder stellt eure Fotos direkt auf die Facebook-Seite (einfach aufs Foto klicken, ihr werdet direkt weitergeleitet).

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Ein unabhängige Jury wählt aus den Einsendungen die besten Bilder und ermittelt den ersten Platz sowie 2 weitere Fast-Geschafft-Preise. Am 31. August werden die GewinnerInnen bekanntgegeben – und kurz darauf geht es auch bei uns wieder mit den Lesungen los.

Mehr Informationen zum Wettbewerb findet ihr auf grauko.com

Wir wünschen euch einen wunderschönen Sommer und viel Glück beim Wettbewerb!

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Lesung am Sonntag, 28. Juni2015

DUM 74 - COVERPräsentation  …&Radieschen und  DUM # 74

Da zeigt sich wieder einmal, wie wundervoll das DUM und das …&Radieschen zusammenpassen. Also Thematisch. Und Autörlich. Trotzdem schade, dass es in diesem Jahr keinen BusBim Slam gab.( Aber SlammerInnen gibts im …&Radieschen und im DUM zum mitnehmen im Taschenformat. Reiseformat. )Deshalb : Wie gewohnt: Die gemeinsame Präsentation der neuen Ausgaben im Cafe Anno, mit der wir uns in die Sommerpause verabschieden.

Assoziatives Detail am Rande: Kohle lässt an KÖHLE denken und Flamme an PLAMMER. Zumindest ein bisschen.

Kommt in Scharen, es gibt heiße Texte gelesen von den Autor_Innen der beiden Hefte – dazu kühles Bier.

Dann gehen wir alle in die SOMMERPAUSE! 🙂

Um 20:30 im Cafe Anno!

 

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Lesung am Sonntag, 21. Juni 2015: Effe Kunst

Sonnenaufgang am Schwedenplatz

Texte von Effe Kunst gelesen von Jessyca R. Hauser

Der Sonnenaufgang am Schwedenplatz ist was Schönes. Da kannst du dann ein Eis essen auch. Aber Wodka gibt es keinen mehr dort. Das ist aber nicht so schlimm. Weil wir wollen ja lesen: „Aber die Tiere“, „Der SuperSuppentopf“  und „Achtung!“. Außerdem: eine Gitarre.
Effe Kunst wurde 1989 geboren, lebt in Wien und studiert an der Akademie der bildenden Künste.
Jessyca R. Hauser wurde 1990 geboren und studiert bildende Kunst in Wien und Glasgow.

Am Sonntag, 20:30 im Cafe Anno!

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Lesungen am Donnerstag, 11. und Sonntag 14. Juni 2015

Lesung am Dialekt-Donnerstag, 11. Juni 2015

Eine musikalische Lesung von Bauer Schläger Wurf Berger

Spoken Word – Christopher Hütmannsberger
Gitarre – Ralph Mothwurf
Bassklarinette – Andreas Lindenbauer
Schlagzeug – Reinhard Hörschläger

Irgendwo zwischen Tagträumen und Nachtleben, Sprachbildern und Klangmalerei. Texte die Musik bedeuten.

Am Donnerstag, 20:30 im Cafe Anno!


Lesung am Sonntag, 14. Juni 2015:

Timo Brandt

Es muss Verdacht aufkommen

Sehr einfach eigentlich. Man schreibt und liest und all die gezogenen Register greifen in die Zahnräder der Lesenden und Hörenden und die Maschine im Innern läuft schneller & schöner und klarer, dichter, größer wird das dadurch angetriebene Bild, Eindrucksfunken schlagend, bannend.

Mit Lyrik die Schraffur der Wahrnehmung ausmalen, in der Sprache umherwildern, holzhacken und domtieren. Ein bisschen geistige Beschleunigung stiften.

Timo Brandt, 1992 in Düsseldorf geboren, schreibt Lyrik, Essays, Kolumnen, Kurzprosa. 2013 war er Preisträger beim Treffen junger Autoren, Veröffentlichungen in der Anthologie dieses Wettbewerbs und in der Jenny, außerdem eine monatliche Kolumne auf dasgedichtblog.de, die Poesie.Mediationen. Er studiert Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst in Wien.

Am Sonntag, 20:30 im Cafe Anno!

Lesung am Donnerstag, 4. und Sonntag, 7. Juni

Lesung am Dialekt Donnerstag, 4. Juni 2015:

Milena Gugger-Zusser und Maria Seitz

Dialektlesung mit Musik

Milena Gugger-Zusser Lebt im Mostviertel, DGKS, – und Körpertherapeutin, schreibt seit 6 Jahren lustvoll und manches qualvoll in lyrischer Sprache. Macht sehr gerne Sprachexperimente, schreibt in Hochsprache und Mundart, malen, singen und fotografieren sind ihre weiteren Herzenstätigkeiten.
2010,2011, Buchveröffentlichungen „Milenas Poesie, Milenas Sprachbilder
2011 Lyrikpreis Forum Land NÖ. Mitglied der Autorengruppen,3250 Schriftzug, der Herzdenkerinnen und Litges St.Pölten
Meine erste Dialektlesung ist ein weiteres Experiment, auf das ich mich mit
Spannung einlasse….

Maria Lakshmi Seitz geboren am 21.2.1967 und lebend in St Pölten, verbrachte 15 jugendlich wilde Jahre in Wien und 2 empathieschulende Jahre in Darlington und Birmingham, GB, arbeitet jetzt in St. Pölten an der Handelsakademie und Handelsschule als Deutschlehrerin, Yogalehrerin und Readerin. Mitglied beim WIeselburger Schriftzug 3150, bei Labyrinth sowie LitGes, leitet die selbst gegründete Schreibgruppe „Die HerzdenkerInnen“, die in ihren Schreibworkshops der Versprachlichung von Gefühlen, die tief in der Seele schlummern, nachgehen, wobei oftmals der Dialekt oder, besser gesagt, der ureigenste persönlich angeborene Soziolekt das hilfreichste Transportmittel des Ausdrucks bleibt.
Sie thematisiert Erfahrungen mit Schnittpunkten von Kulturen, Erlebnis- und Erfahrungsfeldern und sieht sich als Sammelpunkt von Eindrücken, die um sie herumschwirren und sie faszinieren. Auslöser können Begegnungen mit Menschen oder Orten sein. Dabei werden täglich in einem neuen Versuch auch die Schatten, bösen Geister und andere Bremsen am persönlichen Fortkommen einbezogen. Ihr Spezialgebiet sind Bilder, die sie mit Worten entwirft und den Zuhörern schenkt, die ein Sich- Zerkugeln, eine Ratlosigkeit oder eine homöopathische Dosis an Load auslösen können mit der Absicht der „inneren Reinigung“.

Musikalische Inspirationen von Barbara Rusulovic – Guger: Gitarre, Vocals:
Dipl. Sozialpädagogin, Dialogbegleiterin, Mutter, lebe in Scheibbs an der großen Erlauf, Obfrau der Waldspielgruppe, Wurliwux
Schreibe und singe meine getexteten Balladen, Lieder ….Rhythmen
selber…

i kau ned aufhören die liab is a vogal
meine augn brennan hoid, i glaub, di liab is ofd a drochn
die wörda rennan und i kau ned aufhörn
zum schreibn,
i bin heid a wenig wuki
auba ganz dichd drau

stehender
tag
gehend

a zacha dog
gehd

voglleichds
hod ma
a Keddn vola perln aufgfadld
a Sam hod
mein Rock aufbauschd
wer wiad ma mei Kladl wiada glod streicha?
da Wind hod mein Rock vawahd
mei gformds fadld
leichd

Am Donnerstag, 20:30 im Cafe Anno!

Lesung am Sonntag, 7. Juni 2015:

HIRA* liest

Lesung der Theatergruppe HIRA*

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Ein Glück, dass Salzburg so klein ist, dass tolle Leute sich zwangsläufig irgendwann kennenlernen, ein Glück, dass sie alle nach Wien ziehen und sich auch dort nicht aus den Augen verlieren. Ein Hoch auf das Musische Gymnasium und den Jugendclub vom Schauspielhaus (Lilli ist irgendwie auch dazugekommen).

HIRA* gibt es jetzt seit Anfang 2013, es gab Polyethylenlatex im Oktober und dann eine lange Zeit nicht so viel, dafür Gruppenfindungs/erweiterungsversuche, ein paar Improabende im wunderschönen Amerlinghaus, prozesshafte Stückentwicklungen, verworfene Ideen und ganz viel ZipZap und Apotheke. Dieses Jahr gibt es Cash for Culture und ein Praterstück im Herbst. Bis dahin gibt es diesen Sonntag:

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Wir machen gerne Theater, alle anders und nicht ganz so gerne auf großen Bühnen. Wir machen Theater zusammen, quasi basisdemokratisch mit vielen Rauchpausen, Kaffee und Requisiten einkaufen im Baumarkt. Wir versuchen eigene Gedanke auf die Bühne zu bringen und deshalb schreiben wir auch viel. Für uns, für andere und einfach so. Die meisten der Texte schaffen es dann doch nicht ganz ins Stückkonzept, sind aber trotzdem schön und hörenswert wie lesenswert. Die zeigen wir euch.

Es lesen: Katherina Braschel, Judith Rücker, Lilli Strakerjahn, Teresa Schwaninger und Armela Madreiter

Am Sonntag, 20:30 im Cafe Anno!



Lesungen am 28. und 31. Mai 2015

Lesung am Dialekt-Donnerstag, 28. Mai 2015:

BAHÌA I Leseperformance mit Saskia Treibing und Valentin Moritz

Amerika! Da wohnen noch die Engel in den Palmen und erst die Bergspitzen, Küstenstreifen, Bananashakes!! Und wenn wir in den Metropolen stehen und in die Weite starren, sind wir am Ende doch immer nur so zwischendrin … Flirren umher, brechen auf und scheitern, wollen zu Mami nach Haus – und da kann eben der eine schiefe Blick genügen. Und du, eigentlich ein Mensch der Güte, wirfst dich mit Irrsinnsschreien auf den Leguan, nimmst ihn aus und brätst ihn über dem Feuer und schon bist du selbst das Feuer. So schnell kann‘s gehen mit der Zivilisation.

Saskia Trebing und Valentin Moritz erzählen in zwei Geschichten und zwei Kurzfilmen vom Aufbruch und Einbruch in die Ferne.

Es wird zerstückelt, gesucht, gefremdelt.

Eintritt frei.

Mehr unter: https://annoliteratursonntag.wordpress.com/

Valentin Moritz wurde 1987 im Südschwarzwald geboren. Zwanzig Jahre später Studium in Berlin. Germanistik, Hispanistik, Literaturwissenschaft. Auf Lesebühnen zu Hause – als Gast, Organisator und als Lesender. Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften und Magazinen, zuletzt in „Sachen mit Wœrtern“, „Krautgarten“ und „500Gramm“. 1. Platz beim Literaturpreis Prenzlauer Berg 2015. Im Frühjahr 2015 erschien der kurze Erzählband DER GROTTENHERMANN im Literatur Quickie Verlag in Hamburg. www.valentin-moritz.de

Saskia Trebing, geboren 1987 im osthessischen Bad Hersfeld, erlernte das Schreibhandwerk als Redakteurin der Hessischen Niedersächsischen Allgemeinen (HNA) in Kassel. Seit 2010 lebt sie in Berlin und absolviert einen Masterstudiengang in Literatur- und Kunstwissenschaft an der Universität Potsdam. Ihre Texte präsentiert sie auf Berliner Lesebühnen oder im Netz: Seit Ende 2014 betreibt sie zusammen mit dem Literaturblogger Tilman Winterling die Plattform für Prosa und Lyrik www.54stories.de. Sie wurde beim Literaturpreis Prenzlauer Berg mit dem 2. Preis ausgezeichnet.

Besonderer Dank gilt der Videokünstlerin Laura Trager, deren Filme „Song of Nature“ und „Lost in Paradise“ im Zuge der Lesung gezeigt werden.


Am Donnerstag, 20:30 im Cafe Anno!

Lesung am Sonntag, 31. Mai 2015:

Lina Madita Buxbaum

Stadtrandstücke

Lina Madita kreist aus peripherem Blickwinkel in Spoken Word, Kurz- und Kürzestprosa und eingestreuten Gedichten rund um Machtzentren, Anfänge, Zugehörigkeiten und Zahnärztinnen.

Lina Madita, geboren 1994, lebt in Wien, tritt seit 2010 bei Poetry Slams auf, Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften und Anthologien, seit 2013 Studium der Germanistik an der Universität Wien

Am Sonntag, 20:30 im Cafe Anno!


Lesungen am Donnerstag, 14. und Sonntag 17. Mai 2015

Lesung am Dialekt Donnerstag, 14. Mai 2015

Elias Hirschl

Der einzige Dorfbewohner mit Telefonanschluss

„Als Simon Gruber einsah, dass es ihn nicht gab, begann er zu weinen.“

Elias Hirschl spielt in seinem raffinierten Debütroman mit den Erzählebenen, der Autor und Protagonist in seinem Roman interagiert mit den von ihm erschaffenen Figuren – und bald agiert hier jeder mit jedem. Gott ist schon lange tot, nun soll auch noch der Autor dran glauben!Simon Gruber schreibt an einem Roman über eine Dorfgemeinschaft. Eines der Dorfmitglieder, der alte Stieber, soll am Ende der Romanhandlung an einem Herzinfarkt sterben. Die Dorfgemeinschaft trauert und … ist mit dem traurigen Ende der Geschichte sehr unzufrieden. Die Figuren des Romans rebellieren, einige verdächtigen Simon, den alten Stieber selbst umgebracht zu haben, sogar ein Detektiv wird engagiert, um Simon der Tat zu überführen. Und während dieser immer mehr an seinen schriftstellerischen Fähigkeiten zweifelt, zweifeln die anderen schon generell an seiner Existenz. Gott, also der Autor, soll vom Thron gestoßen werden!

Mit diesem hochkomischen erzählerischen Bravourstück legt Hirschl einen beachtlichen Debütroman vor, der den Leser von Anfang bis Ende mitreißt.

Kein Stein bleibt auf dem anderen – ein Buch, bei dem Flann O’Brien vor Freude in die Hände klatschen würde.

„Der einzige Dorfbewohner mit Telefonanschluss“ ist ein hemmungsloser Spaß, dass es eine Freude ist.
Gerald Lind, literaturhaus.at

Gekonnter Fun für Fans von Narrenschiff und Metalepse.
Hermann Barth, InMünchen 07/2015

Insgesamt ist Elias Hirschl mit „Der einzige Dorfbewohner mit Telefonanschluss“ ein bizarres, sprachlich hochinteressantes und zugleich ironisches Erzählkunststück gelungen.
Michael Stauner, myheimat.de

Elias Hirschl *1994 in Wien, Poetry Slammer, Schriftsteller und Musiker. Slamtexte und Kurzgeschichten erschienen in Augustin, & Radieschen, DUM, Dichtungsring, den Lichtungen und diversen Slam-Anthologien. Österreichischer Meister im Poetry Slam 2014 sowie U20-Meister 2012. 2011 und 2012 Finalist beim FM4-Protestsongcontest mit Band hirschl (2012 erschien das Debüt-Album “Alles ist okay”).

Am Donnerstag, 20:30 im Cafe Anno!


Lesung am Sonntag, 17. Mai 2015

Tagesteller

Bernd Remsing

Ein steirisches Dialekt-Dramolett zur letzten EU-Wahl („Ausschlag in Mürzzuschlag“)

Zwei nahe an der Alltagssprache dahinschrammende Kurzgeschichten über geschleuderte Laptops und Hühner und die daraus resultierenden Traumata der bisher besten Generation nach dem Wirtschaftswunder („Wiener Idiom“ und „Geschenktes Huhn“).

Und falls es sich noch ausgeht, ein zwei maritime Gebrauchsgedichte („Rotes Meer“, „Wiener Hafen“).

Bernd Remsing
Geb. 1972, Linz, Studium der Germanistik und Geschichte. Lebt studiert und arbeitet in Wien. Lesungen, Führungen, Regiearbeiten, Schreiben, Rauchen, Radfahren. Schreibt hauptsächlich Alltagsnotizen und Gebrauchslyrik. Aus Notizbearbeitungen werden manchmal größere Textpolaroids (gerahmte Momentaufnahmen, mit unscharfem Hintergrund).

Am Sonntag, 20:30 im Cafe Anno!

Lesungen am Donnerstag, 7. Mai und Sonntag, 10. Mai 2015

Lesung am Dialekt Donnerstag, 7. Mai 2015:

Floschn Obstler und a Stong‘ Marlboro

Benjamin Schmalhart

Nichts zerstört sich so leicht selbst wie das Leben. Irgendwer führt irgendwo Krieg. Die Masern werden die Menschheit ausrotten. Und die ständige Bedrohung großer Fische ist immernoch nicht vom Tisch. Was tun? Das Volk hat dafür seit jeher ein Linderungsmittel: den Griff zu Flasche und Tschick. Mit diesen beiden Themen kennt sich auch Benjamin Schmalhart sehr gut aus, ist er doch Linzer und das muss als Erklärung genügen. Der Stahlstadt-Slam-Poet erzählt Geschichten die alle irgendwie zusammenhängen und angeblich lustig sind. Es verspricht ein heiterer Abend zu werden an dessen Ende alle Beteiligten unterm Tisch liegen und/oder ins Krankenhaus müssen.

Am Donnerstag, 20:30 im Cafe Anno!


Lesung am Sonntag, 10. Mai 2015 :

Marie Luise Lehner

Abends im Anno

Als wir miteinander gesprochen haben, konnte ich dir nicht folgen, weil ich hatte Text im Kopf.
Wenn man tief in die Taschen greift kommen meistens mitgewaschene Gegenstände zum Vorschein. Der Schein Trügt. In der Stadt scheint manchmal Sonne und du bist trotzdem immer noch müde.
Wir konnten nachts nicht schlafen und haben uns im Licht des Kühlschranks gesonnt. Solche Nächte verlässt man selten ohne ein Stück seltsamer Prosa. Wenn du dich nicht konzentrieren kannst, ließ laut, weil du musst dir dann zuhören.

Marie Luise Lehner, 1995 in Wien geboren, hat in Oberösterreich Theaterstücke geschrieben, ein Jahr eine eigene Kolumne in den Oberösterreichischen Nachrichten. Veröffentlichungen in zahlreichen Anthologien, unter anderem Facetten und Kolik. Marie Luise Lehner ist Preisträgerin des Kolikpreises, des Preises der Oberösterreichischen Nachrichten und einiger lobender Erwähnung des Sprichcode-Jugendliteraturpreises.
Sie studiert Spachkunst an der Universität für angewandte Kunst in Wien.

Am Sonntag, 20:30 im Cafe Anno!