Lesungen am 27. und 30. November

Dialekt-Lesung am Donnerstag, 27. November 2025
um 19 Uhr im Café Anno

Präsentation der neuen Ausgabe: Morgenschtean U86–87

Präsentation der neuen Morgenschtean-Ausgabe zum Thema „Geisterbahn, Ganslhaut und Gruslkabinett

Was finden Dialektautor*innen aus Österreich (und Deutschland) zum Gruseln? Ganz schön viel, wenn man die Zahl der Einsendungen bedenkt. Wir haben die (in unseren Augen) besten Texte zum Thema „Geisterbahn, Ganslhaut und Gruslkabinett“ gewählt und im neuen *Morgenschtean* versammelt.

Es lesen und spielen: Karin Peschka, Michaela Kurcsics, Gerald Jatzek und Robert Anders.

Die neue Ausgabe liegt dann wieder auf dem reich bestückten Büchertisch bereit! 

Gerald Jatzek, geboren 1956 in Wien
Seit 1997 ist er Online-Redakteur der Wiener Zeitung,
Neben zahlreichen Kinderbüchern schrieb er Gedichte, Hörspiele für Sender in Österreich, Deutschland und der Schweiz sowie Kindertheaterstücke. Er wurde 2001 mit dem Österreichischen Staatspreis für Kinderlyrik und dem Österreichischen Kinderbuchpreis ausgezeichnet. Musikalisch arbeitet er seit 2011 mit
dem Produzenten Thomas Raber zusammen.

Karin Peschka, geboren 1967
pendelt seit 2013 als freie Autorin zwischen den Welten, sowohl physisch (Kleinstadt Eferding und Großstadt Wien) als auch im literarischen Sinn: Bislang veröffentlichte sie im Otto Müller Verlag vier Romane, einen Erzählband und ein Theaterstück.
Dazu kommen Anthologie-Beiträge, lyrische Versuche, ein beständiger Text-Bild-Ton-Austausch mit Künstler/innen anderer Sparten und sprachliche Experimente.
Sie liebt Dialekte (nicht nur den eigenen), interessiert sich für das Systemische im Zwischenmenschlichen und das Nichtgesagte im Gesagten. Liste der Publikationen und mehr: https://peschka.at/

Michaela Kurcsics, geboren 1994, im Nordburgenland aufgewachsen; lebt, arbeitet und liest seit 13 Jahren in Wien, seit kurzem schreibt sie dort auch. Veröffentlichungen bisher nur im Morgenschtean.

Robert Anders, geboren 24.2.1965, verheiratet, drei Kinder;
aufgewachsen in Oberösterreich, lebt und arbeitet in Wien und
Niederösterreich; Redaktionsmitglied der Literaturzeitschrift „Morgenschtean“, Mitbegründer und Redaktionsmitglied der Literaturzeitschrift „& Radieschen“; leitet seit Jänner 2021 das Ö.D.A.-Büro. Schreibt humorvolle Prosa und Lyrik, Kolumnen, Dramolette und Dialoge; Veröffentlichungen (u.a.): In Anthologien,
Roman: „Hinter Eis“, Verlag PROverbis e.U., „Wer braucht schon Tischmistkübel? – Dialekttexte, Dramolette, Dialoge“ (Verlagshaus Hernals, Wien, 2025)
Daraus gibt es auch heute Kostproben zu hören!

Mit freundlicher Unterstützung von Basis Kultur Wien, dem Bezirk Josefstadt und dem Bundesministerium Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport

Lesung am Sonntag, 30. November 2025
um 19 Uhr im Café Anno

Präsentation der neuen Ausgabe: DUM
Das Ultimative Magazin 116

Es lesen folgende Autor:innen:
Paula Dorten, Lia Hartl, Camille Herter, Sonja Jurinka, Stephan Kaiblinger, Bianca M. Klein, Martin Peichl und Christian Schwetz

Traube – von Mensch bis Wein.
Wir freuen uns auf zahlreiches Erscheinen!

Mit freundlicher Unterstützung vom Bezirk

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Lesungen am 20. und 23. November

Dialekt-Lesung am Donnerstag, 20. November 2025
um 19 Uhr im Café Anno

Sibylle Kefer
„ma wü vü“

so wird das neue, im jänner 26 erscheinende 7. album von sibylle kefer heißen.

im cafe anno soll das, was letztes jahr für zuhörerschaft und protagonistin so kurzweilig begonnen hat, seine fortführung finden: ein nächstes lieder- und textmenükartensystem, aus dem gemeinsam gewählt und gelesen werden darf, befindet sich in der letzten vorbereitungsphase. neues liedmaterial aus dem noch unveröffentlichten 7. album ist nicht ausgeschlossen und auch ein tasteninstrument wird in die planung integriert.

Sibylle Kefer, 1976 in Bad Ischl geboren, wohnhaft in Bad Goisern und Wien, Musikerin und Musiktherapeutin. Sich musikalisch erst als Sidewoman einen Namen machend (gleichzeitig immer musiktherapeutisch arbeitend), startete die Mutter dreier Kinder ihre Solokarriere mit 30 Jahren. 

2023 erfährt das 6. Soloalbum „hoid“  große Resonanz im deutschsprachigen Raum, das Releasekonzert wird auf Ö1 übertragen. Auf ihm findet sich auch der 2021 vom ORF für das internationale Format New European Songbook in Auftrag gegebene und in Zusammenarbeit mit dem Herbert Pixner Projekt umgesetzte Song „liawa hoffnung“.

Kefers unprätentiöse Texte sind von einem entwaffnenden Humanismus und Feminismus geprägt, die sich solcher Begriffe nicht bedienen und ihre Zuhörer:innen sehr unmittelbar „erwischen“, eine unverstellte Direktheit und (!) sensible Achtsamkeit, die sie sich auch bei ihrer Präsenz in sozialen Medien angelegen sein lässt. Das 7. Soloalbums „ma wü vü“ wird im Jänner 2026 bei tivoli productions erscheinen. www.sibyllekefer.at

Mit freundlicher Unterstützung von Basis Kultur Wien, dem Bezirk Josefstadt und dem Bundesministerium Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport

Lesung am Sonntag, 23. November 2025
um 19 Uhr im Café Anno

Armela Madreiter
„Was übrig bleibt:  Zwischenlösungen“

Wiedermal vor der Herausforderung stehen, dass man als Dramatikerin eigentlich selbst keine Lesungen mehr machen kann, weil man Texte für mehr als eine Stimme schreibt… Naja. Es wird sich eine Lösung oder Zwischenlösung finden. Texte sind wie immer Auschnitte, Fragmente, Experimente, Halbgares, Durchgekautes oder Neues. Texte über Massentourismus, schweigende Väter und eierlikörtrinkende Großmütter sowie möglicherweise einige Listen(Gedichte) wechselnden Inhalts.

Armela Madreiter, *1992 in Salzburg ist Dramatikerin, Dramaturgin und Deutsch-Lehrerin in Wien. Studium an der Universität Wien und am Mozarteum Salzburg. Sie war 2020-2024 Teilnehmerin des Dramatiker*innenlehrgangs Forum Text der uni-t Graz und war Stipendiatin der Wiener Wortstätten im Rahmen der Tour des Textes 2023. Sie schreibt Texte für junges Publikum und Erwachsene.

In ihren Projekten geht es oft um die Offenlegung und Zersetzung von (patriarchalen) Machtstrukturen durch Humor und präzise Sprache. Manchmal kriegt sie Preise oder ist für etwas nominiert. Das freut sie dann besonders. Sie lebt, schreibt, unterrichtet in Wien.

Mit freundlicher Unterstützung vom Bezirk

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Lesungen am 13. und 16. November

Dialekt-Lesung am Donnerstag, 13. November 2025
um 19 Uhr im Café Anno

Norbert Schermann 
Konzertante Lesung III von und mit dog&SCHWOAZ 

Im Rahmen dieser Konzertanten Lesung trägt dog&SCHWOAZ Auszüge aus seinem Lyrik-Band „KURZ UND HERZLOS. Poetische Probebohrungen“ vor. Ebenso hat er einige Kostproben aus seinen musikalischen Werken zusammengestellt.

Seit vielen Jahren bespielt der Wiener Cantautore Norbert Schermann mit seiner Konzeptfigur dog&SCHWOAZ die Kaffehäuser und Bühnen dieser Stadt.

Als poetisch versierter Vertreter seiner Zunft lebt er darin seinen ausgeprägten Hang zum Experimentieren mit den Bausteinen und Regelwerken jener Lautäußerungen aus, die wir Sprache nennen.

Ein wichtiger künstlerischer Impuls ging und geht nach wie vor von der Wiener Gruppe, vor allem von Gerhard Rühm aus. Letzterer gab mit seiner Visuellen Poesie den entscheidenden Anstoß zur Entwicklung der Konzeptfigur dog&SCHWOAZ. 

Mit freundlicher Unterstützung von Basis Kultur Wien, dem Bezirk Josefstadt und dem Bundesministerium Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport

Lesung am Sonntag, 16. November 2025
um 19 Uhr im Café Anno

Laura Nunziante
Sex and the Valley 


Österreichs beliebteste Fashionista und Talkolumnistin ist zurück – und berichtet von den neuesten Fashion-, und Datingtrends, von denen in Wien niemand auch nur zu träumen wagt: Was bedeutet es, in einem 100 Einwohner*innen-Tal zu begehren, zu führen, und ganz wild und frei und widerständig zu sein? 

Sex and the Valley erzählt von Jägerinnen, die ihren Männern am liebsten ins Knie schießen, von Bürgermeisterinnen, die in wenigen Wochen neue Kitas aus den Boden stampfen, und von durchreisenden Städterinnen, die nur staunen können über diese Macherinnen. 

Laura Nunziante schrieb für den Standard, ZEIT, wired, die NOZ. 2018 erschienen ihre Europa-Reportagen mit „Salute! Wie ich mit ganz Europa Brüderschaft trank“ bei Droemer Knaur. Die Idee zu Sex and the Valley entstand im Tiroler Bschlabertal, wo Laura 2022 im Rahmen der medienfrische residierte. 

Mit freundlicher Unterstützung vom Bezirk

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Lesungen am 6. und 9. November

Dialekt-Lesung am Donnerstag, 6. November 2025
um 19 Uhr im Café Anno

Simon Scharinger & Christine Gnigler
„Das Wüste zwischen den Ohren“

Christine Gnigler und Simon Scharinger – eigentlich aus recht unterschiedlichen künstlerischen Gefilden stammend – machen an diesem Abend erstmals gemeinsame Sache und lesen sich einen eigens dafür angeschafften Pelz von der Zunge. In einer Art Zwiegespräch behandeln sie das Wüste zwischen den Ohren: das Unerhörte und Unausgesprochene, die Gedankenwirren und Ängste in ihren Köpfen. 2 Stimmen, 1 Dialekt und der Versuch einer gemeinsamen Sprache.

Christine Gnigler (*1991) ist Blockflötistin, Barockfagottistin, Sängerin und was sich sonst noch so ergibt. Sie lebt in Wien und studierte Blockflöte bei Thomas List sowie Historische Fagottinstrumente bei Jennifer Harris. Neben Alter Musik erstreckt sich ihr musikalisches und künstlerisches Metier auch über zeitgenössische und improvisierte Musik, Performance, sowie Sprachkunst und Komposition. Sie ist Teil des Kollektives Frau*feld, das sich für die Hör- und Sichtbarmachung von Musikerinnen* einsetzt. Seit 2024 hat sie an der Kunstuniversität Graz die Professur für Historische Fagottinstrumente inne.

Simon Scharinger, 1991 in Schärding (OÖ) geboren und aufgewachsen, seit 2011 in Wien lebend. Von 2015 bis 2019 Studium der Schauspielregie am Max Reinhardt Seminar absolviert. Musikalischer Bestandteil der A-cappella-Boygroup Gesangskapelle Hermann und des Duos Ana Schena Ois Da Aundare. Seit der Saison 21/22 im Wiener Musikverein für diverse Kinderprogrammpunkte zuständig. Publikationen in Anthologien und Literaturzeitschriften. Nominiert für den Retzhofer Dramapreis 2025.

Mit freundlicher Unterstützung von Basis Kultur Wien, dem Bezirk Josefstadt und dem Bundesministerium Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport

Lesung am Sonntag, 9. November 2025
um 19 Uhr im Café Anno

Katherina Braschel
„Brennen. Lassen.“

Jakob lächelt, lächelt seine Töchter an, während er sagt „Aber jede nur noch ein Mal, dann kann ich nicht mehr“, aber Laura kennt ihn zu gut, sieht, dass er nur seine Mundwinkel hochgezogen hat, dass er die beiden anlächeln will, es ihm aber nicht gelingt, sieht die Verzweiflung in seinen Augenwinkeln, da, wo sonst seine Lachfalten beginnen. Sie schluckt. Für einige Sekunden bleibt Laura einfach dort in der Tür stehen, bleibt in Jakobs Gesicht, in Jakob, bis sich irgendwann die Hitze der Auflaufform in ihren Händen bemerkbar macht, sie sich von diesem Gefühl in ihr losreißt und „Essen!“ ruft.
„Das geht so nicht mehr weiter“, denkt Laura, spürt dabei das Echo all der Male, in denen sie das schon gedacht hat in sich, und nimmt sich vor, nach dem Abendessen und Duschen noch einmal mit Jakob zu reden, wieder einmal, diesmal richtig.

Laura und Jakob wollten alles richtig machen, haben alles richtig gemacht und doch. Doch ist da Lauras Daunendecke im Müll und Jakobs Kalender mit den Atemübungen, eine Eisbärenfamilie aus Plastik am Schreibtisch, die niemand wieder aufstellt, weil es egal ist, Lauras routinierte, warme Hand auf dem Rücken und Jakobs Frisur, der man den guten Friseur ansieht.

Ein Text über das Können und Nicht-Mehr-Können, über die Umstände, die man bedenkt und die anderen, die sich einschleichen. Darüber, was es kostet, hinzusehen und für welches Hinsehen es Worte gibt.

Außerdem: ein kleiner extra Text am Schluss, ein Plus-Eins quasi.

Katherina Braschel (*1992), lebt und arbeitet als freie Schriftstellerin in Wien. Diverse Preise, Stipendien sowie Veröffentlichungen, zuletzt 2024 der Franz-und-Eugenie-Kain-Literaturpreis und das Max Kade Aufenthaltsstipendium in Bowling Green, Ohio. Sie ist Redaktionsmitglied des „& Radieschen“ und des „Morgenschtean“.

2020 erschien „es fehlt viel“ in der Edition Mosaik, im Januar 2026 erscheint ihr Debütroman „Heim holen“ im Residenz Verlag. Darin widmet sie sich den Leerstellen in der NS-Geschichte der Donauschwaben, der ehemaligen deutschsprachigen Minderheit am Balkan und verbindet familienhistorische Recherche mit der Frage, wie mit Erinnerung(en) umzugehen ist. (https://www.residenzverlag.com/buch/heim-holen)

https://www.katherinabraschel.com/

Mit freundlicher Unterstützung vom Bezirk

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist josefstadt-gruen.png

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