Lesung am 14. und 17. Oktober

Lesung am Donnerstag, 14. Oktober

um 20 Uhr im Café Anno

Robert Anders 

So blind wia ma nua sei kaun

Hin und wieder schaut man deppert, man schaut blöd aus der Wäsch´  oder man ist in einem Zustand, der die Frage „Heast, wia schaust denn du aus?“ provoziert.

Es gibt Momente, in denen will man niemanden sehen und andere Momente, da sieht man alles doppelt.

Aber egal wie man schaut, … es ist nur wichtig, nicht wegzuschauen…

In So blind wia ma nua sei kaun  geht es nicht so sehr um die großen Themen an sich. Es geht vielmehr darum zu sehen, wie Menschen schauen, wenn sie etwas sehen, kurz bevor sie sagen: „Heast, do schau i owa!“

Mehr Infos: https://literaturmalanders.webnode.com/termine/

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Mit freundlicher Unterstützung von Basis Kultur Wien und dem Bezirk Josefstadt

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Lesung am Sonntag, 17. Oktober

um 20 Uhr im Café Anno

Dominik Leitner

Willkommen im Aber
Der 1988 geborene Dominik Leitner hat 1994 in der Volkschule Pinsdorf in Oberösterreich das Schreiben gelernt und seither nicht mehr damit aufgehört. Nur manchmal suhlt er sich gerade in einer Schreibblockade, bis er überraschend zu einer Lesung eingeladen wird.

Deshalb wird diese Lesung gefüllt sein mit Texten, die für ihn als “Klassiker” gelten, da sie ihn schon seit Jahren begleiten und viel zu selten gelesen werden …  und mit einigen liebgewonnenen Neulingen, die erst in den letzten drei Wochen aus den Fingern rausgeflossen und über die Tastatur in den Bildschirm geraten sind. Dominiks Geschichten erzählen vom Verlieben, vom Verlieren, von der Millisekunde, von der an man weiß, dass etwas auseinanderbricht. Und vom Wiederfinden.

Dominik Leitner wurde in den letzten Jahren schon in zahlreichen Literaturzeitschriften und -anthologien veröffentlicht. Das freut ihn natürlich immer sehr. Aber hinsichtlich der besseren Lesbarkeit wird darauf verzichtet, sie zu nennen – jedoch sind natürlich alle mitgemeint. Außerdem nimmt er sich seit ein, zwei oder vielleicht auch drei Jahren vor, seinen künftigen Bestseller zu überarbeiten. In Wahrheit fehlt ihm aber nur ein Verlagsvertrag, der ihm Druck macht. Ernstgemeinte Anfragen jederzeit willkommen. 

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Lesung am 6., 7. und 10. Oktober

Diese Woche finden zwei AnnoDialektDonnerstage statt, einer davon am Mittwoch!

Lesung am Mittwoch, 6. Oktober

um 20 Uhr im Café Anno

Beppo Beyerl

Wiener Klosettbrevier

Schon jeder hat es irgendwann und irgendwo benötigt – und schon sind wir bei der Notdurft angelangt. Und sicher war jeder erfreut, mehr oder weniger ungestört an diesem stillen Ort seine Notdurft verrichten zu dürfen. 

Beppo Beyerl hat sich solche Orte angeschaut, ob sie nun hoch zu Berge oder tief „Am Graben“ errichtet waren. Und dabei hat er sich überlegt, warum er ausgerechnet in diesen Lokalitäten ein „Geschäft“ oder ein „Bedürfnis“ verrichten soll. Noch dazu verrichten, als wär es eine schweißtreibende Arbeit. Freilich existiert noch eine zweite Tätigkeit, zu deren plätschernden Ausübung der Mensch noch viel öfter jenen Ort – Lokus! – aufsucht und die je nach Dialekt und Laune Urinieren, Pissen oder Wischerln benannt wird.  Dabei war jener stille Ort bei den alten Römern von diversen Gesprächen überlagert: Saß man doch auf Gemeinschaftslatrinen und besprach dabei den Fortgang der res publica. Pro Tag soll der Mensch übrigens mehr als zwanzig Minuten auf dem Klosett verbringen. Also käme er in einem Jahr auf 5 lange Tage. Sollte er 50 Jahre alt werden, dann hätte er etwa 250 Tage auf dem Klosett verbracht. Also dachte der Autor, Zeit wird es, über diese lange Zeit ein Buch zu verfassen.

Geboren 1955 in Wien, schreibt Beppo Beyerl Reportagen und Bücher über die Insassen Wiens und die Bewohner der restlichen Welt. Der Löcker-Verlag gab 2020 sein „Klosettbrevier“ heraus.

Lesung am Donnerstag, 7. Oktober

um 20 Uhr im Café Anno

Chris 4er Peterka

na servas! 

Chris 4er Peterka ist als Musiker bekannt, veröffentlicht aber immer wieder auch Texte, zumeist im Meidlinger Dialekt mit breitem „LLL“.

Der Titel der Lesung am 07.10. „na servas! leitet sich von einer CD mit Dialektgedichten ab, die er 2004 veröffentlicht hat.

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Lesung am Sonntag, 10. Oktober

um 20 Uhr im Café Anno

Smashed to Pieces

Ein literarisch-musikalischer Abend

Die Wiener Formation Smashed To Pieces aka die Autor:innen und Musiker:innen Verena Dürr, David Hoffmann und Jakob Kraner gestalten einen literarisch-musikalischen Abend mit individuellen Beiträgen der einzelnen Pieces, Bandenstehungsmythen und einem selten zu hörenden Akustik-Set. 

Ein beschaulicher Abend für Anzug und Abendkleid. Mit Larvenschminke, Kronenschmuck und Flitter heißen wir die düstere Jahreszeit willkommen. Ein bürgerlicher Salon mit Stücken über die feinen Wurzeln und Ausläufer des Totalitarismus, Stimmungsberichte aus dem seelischen Halbdunkel: „Das Gemetzel findet innerhalb des Erlaubten und der Sitten statt.“ (Ingeborg Bachmann)

ACHTUNG: Abendgardarobe erbeten! 

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Lesung am 3. Oktober

Lesung am Sonntag, um 20 Uhr im Café Anno

Elif Duygu

3 Jahre und viele Auftritte später…
Vor drei Jahren hat sich Elif Duygu zum ersten Mal auf eine Poetry-Slam-Bühne gestellt. Ihr damaliger Auftritt war eigentlich als einmalige Sache geplant, doch bald wurde Elif liebevoll in der Slamily aufgenommen und zu vielen weiteren Veranstaltungen eingeladen. Mittlerweile hat Elif österreichweit Auftritte, war 2019 bei den deutschsprachigen Poetry-Slam-Meisterschaften in Berlin und hat sogar selbst Poetry Slams moderiert. Eine Sache, die noch ganz oben auf ihrer „Slam Poet To-Do-Liste“ steht, ist eine Lesung beim Anno-Literatur-Sonntag. Daher freut sie sich schon sehr darauf, am kommenden Wochenende ihre erste Solo-Lesung im Café Anno halten zu dürfen. Seid dabei und werft gemeinsam mit ihr einen Rückblick auf die letzten Jahre.

Elif Duygu wurde in Istanbul geboren und ist in Wien aufgewachsen. 2016 war sie unter den Preisträger*innen vom Redewettbewerb „Sag’s Multi!“, bei dem sie in der Kombination Deutsch-Türkisch angetreten ist. Seit Juni 2018 ist sie auf Österreichs Poetry Slam Bühnen zu sehen. Im April 2019 wurde sie U20-Meisterin von Wien, Niederösterreich & Burgenland. Elif hatte schon zahlreiche Auftritte im ganzen Land und ist unter anderem auch beim Donauinselfest und TEDxVienna aufgetreten. Sie schreibt ihre Texte in der deutschen und englischen Sprache. Einige dieser wurden bereits in diversen Anthologien und Literaturzeitschriften veröffentlicht.

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Der AnnoDialektDonnerstag (ADIDO) am 30. September muss leider entfallen.

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Lesung am 23. und 26. September

Lesung am Donnerstag, 23. September

um 20 Uhr im Café Anno

Ludwig Roman Fleischer

„Weana Gschicht und Weana Gschichtln“

Geschichte manifestiert sich in „Gschichtln“, vor allem, wenn sie im Wiener Dialekt vorgetragen wird. Im Anschluss an seine beiden Dialektlehrbücher „Weanarisch Leana“ und „Kuchlweanarisch Leana“ legt der Autor den ersten Teil einer Wiener Stadtgeschichte im Dialekt vor. Einmal mehr gibt es dabei ein Vokabelverzeichnis mit etymologischen Anmerkungen, Hinweise auf die Grammatik des Wienerischen und zwei CDs, auf denen der Autor seine eigenen „Gschichtln“ vorträgt.

Der historische Bogen spannt sich von der Steinzeit über die keltischen und römischen Ansiedlungen bis zum Ende des Ersten Weltkriegs und dem Untergang der Monarchie. Wahre Geschichte und nicht ganz frei erfundene „Gschichtln“ befassen sich mit Marc Aurel und den Babenbergern, mit den Habsburgern, den eroberungslustigen Türken, dem Prinzen Eugen, dem Feldmarschall Radetzky und manch anderem geschichtsträchtigen Personal.

Ludwig R. Fleischer, Jahrgang 1952, verheiratet, Familienvater. 1972-1979 Werkstudent, 1979-1982 Universitätsassistent für Amerikanistik, 1977-2012 Lehrer. Seit 1990 (Willnerpreis beim Bachmannpreis) 36 Bücher (Romane, Erzählungen, Dialektlehrbücher, Schüttelreimepen, vieles in Zeitschriften und ORF).

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Lesung am Sonntag, 26. September

um 20 Uhr im Café Anno

Präsentation der aktuellen Ausgaben des &Radieschen und des DUM

aus der aktuellen Ausgabe #59 „Kaffee und Kuchen“ von &Radieschen lesen Barbara Eichinger und Carolina Reichl.

aus der aktuellen Ausgabe #99 „Pandabär statt Pandemie“ des DUM lesen Markus Grundtner und Christian Schwetz.

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Lesung am 15. September

am Mittwoch um 20:00 im Café Anno

„Wie’s wieda wird“

Jasmin Gerstmayr

Bei einem kühlen Bier oder einem Glas fruchtigen Wein im heimeligen Café Anno Mostviertler Dialektgedichten lauschen – die ersten frühherbstlichen September-Abende laden dazu regelrecht ein. Während man/frau genießt, versucht sich die Autorin an der Beantwortung dringender Fragen, z.B.: Warum bin i durt und do? Vermiss i di oder mi? Muas ma maunchmoi wirklich? Seid dabei beim mal heiteren, mal melancholischen Sinnieren und findet außerdem heraus, warum manche überhaupt nix mehr zaht und manche Stimmen hören, die eana sogn, sie sollen nockad um’s Haus renna. Eines ist dabei aber auf jeden Fall kloar: Es wird wieda werdn, fix!

Jasmin Gerstmayr wurde 1992 im Mostviertel geboren, wohnt aber seit mehr als einem Jahrzehnt in Wien. Sie schreibt Lyrik und Kurzprosa, gerne im Dialekt, welche bereits in zahlreichen Literaturzeitschriften, u.a. reibeisen, UND, Morgenschtean, GYM und etcetera veröffentlicht worden ist.

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Die Lesung findet diese Woche nicht wie normalerweise am Donnerstag, sondern am Mittwoch statt.

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Der AnnoLiteraturSonntag (ALSO) am 19. September entfällt.

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Lesung am 9. und 12. September

Lesung am Donnerstag, 9. September

um 20:00 im Café Anno

„Urbane Nackerpatzerl“

Franziska Pronneg

Nackerpatzerl, geistige und tatsächliche, gibt es zuhauf. Auch in Graz. Franziska Pronneg erzählt in Standardsprache und Dialekt von der Zerrissenheit zwischen Stadt und Land, Beinahe-Beziehungen, Ikea-Ausflügen, alternativmedizinischen Verfahren mit Mammutbäumen und vielem mehr. Sprich: Alles, was urbane Nackerpatzerl so erleben.

Geboren 1995 in Deutschlandsberg, 2015 nach Graz emigriert. Lehrerin für DaF/DaZ in der Erwachsenenbildung, gelegentlich Poetry-Slamerin, Studentin und Dialektliebhaberin. Erzählt vor allem Grazer Stadt-, Wald- und Lebensgeschichten. Urbanes Nackerpatzerl aus Leidenschaft.

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Ab sofort beginnen die Lesungen wieder um 20:00!

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LESUNG AM SONNTAG, 12. SEPTEMBER

um 20:00 im Café Anno

Julia D. Krammer und Ale Lucrezia Mitterer

„Ungebetene Gäste“

Julia D. Krammer liest Erzählungen aus ihrem aktuellen Buchprojekt „Ungebetene Gäste“, untermalt von der Sängerin/Musikerin Alelucrezia Mitterer:

An der alten Straße steht es, eine Allee ist sein Vorgarten. Ein mächtiges Eckhaus, wie sie selten sind in dieser Stadt. Das Haus hat seine Facetten, seine Schatten, das Haus hat viele Gesichter. Es ist die Personen, die darin wohnen, es ist Corpus, ist Grenzland. Geschichten über Einsamkeit, Liebe, Mutterschaft und strukturelle Ungerechtigkeit.

Julia D. Krammer ist wort.klang, ist freiberufliche Schriftstellerin, Sprecherin und Trainerin. Die 1985 geborene Wienerin veröffentlichte bislang Kurzgeschichten in Literaturzeitschriften (zB. Die Rampe, mischen etc.) und Anthologien (zB. Fragmente, die Zeit danach, Promedia 2020). Ihr erster Roman wird voraussichtlich im kommenden Jahr publiziert. Julia kuratierte von 2018 bis 2020 die wöchentlich stattfindende, förderungsfinanzierte Lesereihe „Buch im Beisl“, ist seit 2020 Vorstandsvorsitzende des Vereins „Famulus Literatur“ und Programmverantwortliche der gleichnamigen Lesereihe, Mitglied der GAV (Grazer Autorinnen Autorenversammlung) und der Kunstwerkstatt Tulln.

Ale Lucrezia Mitterer, Lyrikerin und Singer-Songwriterin. Schreibt primär Prosalyrik und verarbeitet diese teilweise in ihren Liedern. Sie singt über innere und äußere Gemütszustände, über das Nichtstun und über die liebe Liebe in all ihren Farben.

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Ab sofort beginnen die Lesungen wieder um 20:00!

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Lesung am 2. und 5. September

LESUNG AM DONNERSTAG, 2. SEPTEMBER

um 20:30 im Café Anno

„Unterste Liga“

Andreas Plammer

Mit „Unterste Liga“, dem Kriminalroman, an dem ich zurzeit gerade schreibe, möchte ich einen Blick hinter die Kulissen des Wiener Unterliga-Fußballs werfen. Elf Kapitel sollen es werden – jedes davon steht für einen Spieler einer Fußballmannschaft. Ein Kapitel daraus wird es zu hören geben. Und in der Nachspielzeit vielleicht noch den einen oder anderen Slam-Text.

Andreas Plammer
geboren 1966 in Wien.
Veröffentlichungen in diversen Literaturzeitschriften und Anthologien, Mitorganisator der wöchentlichen Lesungsreihen ALSO (Anno Literatur Sonntag) und ADIDO (Anno Dialekt Donnerstag), Redaktionsmitglied der Literaturzeitschrift „& Radieschen“ und der Dialektzeitschrift „Morgenschtean“, Vorsitzender der ÖDA (Österreichische DialektautorInnen und -archive). 2011 erschien der Kriminalroman „Fauler Zauber“ im Milena-Verlag.

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LESUNG AM SONNTAG, 5. SEPTEMBER

um 20:30 im Café Anno

„Triceratops“

Stephan Roiss

Ein kleiner Junge malt Monster in seine Schulhefte und spricht von sich selbst als Wir. Seine Mutter schluckt in der geschlossenen Anstalt Neuroleptika mit ungesüßtem Früchtetee hinunter. Der bibeltreue Vater kocht nur Frankfurter und die Schwester bewegt sich wie ein Geist durch das Haus. Die einzigen Vertrauten des Jungen sind die Aschbach-Großmutter und später die blauhaarige Helix, die auf ihrem Snakeboard in sein Leben fährt. Eines Tages ereignet sich eine Tragödie, die das Wir und die ganze Familie von Grund auf erschüttert.In harten Schnitten und bildhaften Szenen erzählt Stephan Roiss die Geschichte seines namenlosen Protagonisten, der dem Trauma und der Einsamkeit zu entfliehen versucht.

„Eines Tages brachen wir ein ungeschriebenes Gesetz. Wir hörten, dass Mutter im Wohnzimmer zu weinen begann. Doch diesmal gingen wir nicht hinunter. Langsam schlossen wir die Tür und schalteten das Radio an.“
https://www.kremayr-scheriau.at/bucher-e-books/titel/triceratops/

Stephan Roiss, 1983 in Linz geboren, lebt als freier Autor und Musiker („Äffchen & Craigs“, „Fang den Berg“) in Ottensheim und Graz. Er absolvierte den Masterstudiengang am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und schreibt Prosa, Lyrik, Texte für Graphic Novels sowie szenisch-performative Texte. Seine Hörspiele wurden u. a. via SWR, MDR und Deutschlandradio Kultur ausgestrahlt. „Triceratops“ (Verlag Kremayr & Scheriau) ist sein erster Roman und war 2020 für den Deutschen Buchpreis nominiert.

www.stephanroiss.at

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Lesung am 26. und 29. August

LESUNG AM DONNERSTAG, 26. AUGUST

um 20:30 im Café Anno

Leben als Doppelbruch 

Christian Wolf

Die Gedichte von Christian Wolf sind gesellschaftskritisch, indem sie den Haltungen gesellschaftlicher Akteure und ihren emotionalen Zuständen nachgehen. Sie markieren die Endpunkte von Denkprozessen und äußern sich nicht zuletzt im Dialekt. Dabei nehmen die Dialektgedichte eine besondere Stellung ein, insofern sie schon fast das Klischee einer natürlichen Sprache erfüllen, wenn der Dichter des Denkens überdrüssig geworden war.

Damit tragen die Dialektgedichte einerseits die Früchte des enttäuschten Denkens und andererseits äußern sie sich gefühlsnah und ungeschminkt. Gerade die Gedichte an den persönlichen Wendepunkten scheinen dabei am pointiertesten und intensivsten zu sein und liegen gesondert in neuer Sammlung vor.

Christian Wolf, geboren 1996 in Kärnten, besuchte das Musikgymnasium Viktring und studiert seit 2014 Philosophie und Literaturwissenschaft an der Universität Wien.

Neben Veröffentlichungen in Anthologien und Literaturzeitschriften tritt er mit der Gruppe „Gedankenklang“ gemeinsam mit der Musik von David Hättich und den Fotografien und Illustrationen von Verena Steinwider auf. 2019 gewann er den Wiener Werkstattpreis Sonderpreis.

Homepage: https://echriwo.wixsite.com/christianwolf

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LESUNG AM SONNTAG, 29. AUGUST

um 20:30 im Café Anno

Lesung beim AnnoLiteraturSonntag

Jasmin Thoma

Die 1995 geborene burgenländische Autorin hat sich schon mit 11 Jahren Kurzgeschichten ausgedacht. Die Studentin der Sozialanthropologie hat dann den Mut besessen, mit Anfang 20 ein Missgeschick, welches sie fast um ihre gesamten Ersparnisse gebracht hat, semiautobiografisch in ihrem ersten Roman zu verarbeiten.

In ihrem 2019 erschienenen zweiten Buch hat sie das Thema der Apostasie, also des Abfalls vom Glauben, in diesem Fall vom Islam, und aller damit verbundenen Schwierigkeiten für die Betroffenen beschrieben. Die Idee dazu entstand bei ausgedehnten Recherchen für ihr Studium zu diesem in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommenen Thema.

Weiters zeigt Jasmin Thoma auf ihrem Instagram Account im Bereich der visuellen Kunst ihre zum Teil für Außenstehende verstörenden Fotos, in welchen Bilder der Angst sowie emotionaler und physischer Gewalt verarbeitet werden. Zur Zeit arbeitet sie an ihrem dritten Roman und macht das Masterstudium.

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Lesung am 19. und 22. August

LESUNG AM DONNERSTAG, 19. AUGUST

um 20:30 im Café Anno

Zitronenbäume und Karriereträume 

Lea R. Bacher

Über das große und das kleine Leben. Das Gefühl, endlich angekommen zu sein. 
Bestimmung, Zufall und Entscheidung. Herzhaftes Lachen. Stadt und Pampa. Glück und Unglück. Sehnsucht, Wehmut und Fernweh. Karriere und das, was wirklich zählt. 

Der Abend wird begleitet von Gedanken und Passagen aus dem (wahren) Leben in der Südtoskana, auf dessen Geschichten Rosamunde Pilcher bestimmt neidisch gewesen wäre. 

Lea R. Bacher kommt ursprünglich aus dem oberösterreichischen Kremstal, es verschlug sie aber schnell nach Wien. Sie studierte Publizistik und Kommunikationswissenschaft sowie Romanistik an der Universität Wien und verbrachte die Corona-Zeit teils in Rom. 

Aktuell ist sie als freie Journalistin in Wien tätig. Außerdem ist sie Liebhaberin der italienischen Küche sowie lateinamerikanischer Tänze und mag den Geruch von nassem Waldboden.

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LESUNG AM SONNTAG, 22. AUGUST

um 20:30 im Café Anno

Theresa Luise Gindlstrasser

Aus aktuellem Anlass: Delphine in Triest

Der Mensch wäre gerne ein unbeschriebenes Blatt und stellt sich die Welt üblicherweise als Landkarte vor. Denn die kann so schön eingeteilt, aufgeteilt, zerteilt werden und auf der können Europa und Levante spazieren, als wäre nie etwas gewesen.
Das Genre der Zombieapokalypse wird so logischerweise systemrelevant und der Schneehase weiß sowieso von nix. Sie auch nicht? Aber das ist doch ganz einfach: das kleine ABC der Markwirtschaft! Eroberung, Unterjochung, Raubmord, kurz Gewalt. Und dann wird aus der Epidemie eine Pandemie, wird die Infektion historisch, Konsum bedeutend und die Kluft unangemessener Verteilung fast unaushaltbar. Und was mach die Kunst? Sie versucht den Moment festzuhalten, denn Kunst in den Zeiten der Seuche ist, dass das Ende ab jetzt vorstellbar bleibt.

Anah Filou aka Effe U Knust aka Nikita Gin hat Philosophie und Kunstwissenschaft in Linz und Szenisches Schreiben in Graz studiert. War an der Akademie der Bildenden Künste Wien in der Klasse für Performative Kunst und Teilnehmerin an zum Beispiel Schreibklasse am Schauspielhaus Wien oder 4+1 am Schauspiel Leipzig.

Veröffentlichungen in Lichtungen, Bella Triste, Politisch Schreiben und anderen. Uraufführungen am Hessischen Landestheater Marburg, am Theater Drachengasse, an den Vereinigten Bühnen Bozen und dem Theater Überzwerg Saarbrücken.

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Lesung am 12. und 15. August

LESUNG AM DONNERSTAG, 12. AUGUST

um 20:30 im Café Anno

Unbedacht an mich gedacht

Semira Ali

Zwischen dem Gestern und Heute gefangen, ist die Sehnsucht groß, die innere Vergangenheit dort zu lassen, wo sie ist, in der Vergangenheit. Umso schwerer wird der Abschied, wenn die Sehnsucht nach der Liebe, die mal war, immer noch groß ist. Das Kleine kann der Großen nicht gerecht werden, glaubt es zumindest. Also muss eine gemeinsame Reise stattfinden, um der drohenden Leere Einhalt zu gebieten.

Wenn ich daran denke, dass das Schreiben immer schon ein Teil von mir war, dann wird mir bewusst, dass ich Glück hatte das zu finden. Denn es gibt mir und anderen Mut, bringt mich in meinem Leben voran und zeigt wer ich noch sein kann, wenn ich an mein Potenzial denke.
Beim Schreiben geht es aber meistens gar nicht so sehr um mich, sondern viel mehr um die Person, die ich gerne wäre und in anderen gerne hätte. Lebensunwirklichkeiten können der Realität zuliebe geschaffen werden, ohne die zu verletzen, die sich auf mich verlassen. Das ist Schreiben für mich. Die literarische Luft zum Atmen.

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Lesung am Sonntag, 15. August

um 20:30 im Café Anno

Die Schrift und das Salzfass

Simon Sailer

Einem Ägyptologen fällt eine rätselhafte Schrift in die Hände, die ihm alle Menschen zum Feind macht, und ein Antiquitätenhändler gerät in den Besitz eines Salzfasses, das die Herrschaft über seinen Laden und sein Leben zu übernehmen droht. Die beiden kürzlich erschienen Novellen, in die Simon Sailer Einblicke gewähren wird, sind die ersten Teile der Essiggassen-Trilogie, die emotionale Zustände der Menschen unter den gegenwärtigen Verhältnissen erzählerisch fassbar macht.

Simon Sailer wurde 1984 in Wien geboren, wo er nach Aufenthalten in Berlin, Prag und Paris wieder lebt. Er studierte Philosophie in Wien und Paris sowie Art and Science an der Universität für Angewandte Kunst Wien. Seit 2017 literarische Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien. 2019 erschien sein Debütroman »Menschenfisch« (Müry-Salzmann), 2020 die Erzählung »Die Schrift« (Edition Atelier), für die er mit dem Clemens-Brentano-Preis 2021 ausgezeichnet wurde.

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